Rudern: U-23-EM
Julia Tertünte feiert goldene Feuertaufe im leichten Doppelvierer

Münster -

Mit dem deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer gewann Julia Tertünte bei der U-23-EM in Griechenland die Goldmedaille. Die Konkurrenz war zwar überschaubar, doch für die Spätstarterin vom RV Münster wurde es zur besondere Triumphfahrt.

Sonntag, 08.09.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 16:48 Uhr
Julia Tertünte (2. v.l.) und ihre Mitstreiterinnen Julia (l.) und Sophia Wolf (2.v.r) sowie Sofie Vardakas bei der Siegerehrung.
Julia Tertünte (2. v.l.) und ihre Mitstreiterinnen Julia (l.) und Sophia Wolf (2.v.r) sowie Sofie Vardakas bei der Siegerehrung. Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de

Was für ein Einstand: Vor zwei Jahren erst hat Julia Tertünte das Rudern für sich entdeckt, im Frühjahr wurde die 22-Jährige erstmals in den Kader des Deutschen Ruder-Verbands berufen, an diesem Donnerstag startete sie erstmals im Nationalmannschaftstrikot zu einer internationalen Meisterschaft – und an diesem Montag macht sie sich auf den Rückflug mit einer Goldmedaille im Gepäck. Das Talent vom RV Münster ist frisch gebackene U-23-Europameisterin im leichten Doppelvierer. „Ich bin überglücklich – das ist meine erste internationale Medaille und die ist gleich Gold, das motiviert auf jeden Fall für den kommenden harten Winter und den Übergang in die offene Altersklasse.“ Nach getaner Arbeit stand am Sonntagabend dann der entspannte Ausklang an: „Wir sind froh, dass alles gut geklappt hat und wir den Abend noch genießen können, bevor wir morgen nach Hause fahren.“

Ihre Vereinskameraden beschlossen die Titelkämpfe im griechischen Ioannina etwas weniger erfolgreich, waren aber dennoch weitgehend zufrieden mit ihren Resultaten. Joscha Feder (18) bestritt an der Seite von Merlin Schmid im Doppelzweier immerhin vier Rennen und musste sich zum Abschluss mit Rang fünf im B-Finale und damit Platz elf in der Gesamtwertung zufrieden geben. In den Endlauf der Besten ruderte John Heithoff mit dem Deutschland-Achter. Das Großboot hatte die Ehre, bei diesen Europameisterschaften den Schlusspunkt zu setzen – und war damit auch das letzte Boot, das in Griechenland die Ziellinie überquerte, die Crew beendete die Titelkämpfe auf dem sechsten Rang.

Tertünte hatte es zugegebenermaßen einfacher auf ihrem Weg zur Medaille: Nur drei Nationen hatten ihre Leichtgewichtszweier nach Griechenland geschickt, eine Medaille stand damit schon vor dem ersten von dann auch nur zwei Starts fest. Am Samstag morgen ging es dabei einzig um die Bahnverteilung für das Finale am Sonntagmittag – und beide Rennen entschieden Tertünte, Julia Wolf, Sophia Wolf und Sophie Vardakas souverän für sich. Zunächst auf Bahn drei und dann auf Bahn zwei ließ das DRV-Quartett den Booten aus Griechenland und Italien nicht den Hauch einer Chance.

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