Basketball: Testspiel
WWU Baskets betreiben Werbung mit einer intensiven Partie gegen Karlsruhe

Münster -

Das Ergebnis war nicht ganz unerheblich, wie üblich in einem Testspiel aber nicht entscheidend. Mit 63:68 unterlagen die WWU Baskets Münster dem Pro-A-Ligisten Karlsruhe Lions am Samstagabend. Sorgen bereitet vielmehr die Verletzung von Nico Funk.

Sonntag, 08.09.2019, 19:22 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 19:56 Uhr
Sechs Hände gegen zwei: Leo Padberg (l.), Kai Hänig und Malcolm Delpeche (r.), die hier Justin Gordon am Korberfolg hindern, arbeiteten wie ihre Teamkollegen in der Defensive stark.
Sechs Hände gegen zwei: Leo Padberg (l.), Marck Coffin und Malcolm Delpeche (r.), die hier Justin Gordon am Korberfolg hindern, arbeiteten wie ihre Teamkollegen in der Defensive stark. Foto: Peter Leßmann

Auch im vierten Test gegen ein Team aus der 2. Liga Pro A blieben die WWU Baskets Münster sieglos. Aber beim 63:68 (32:34) gegen die PS Karlsruhe Lions war der letztjährige Vizemeister der Pro B ganz nah dran an einem Erfolgserlebnis, zeigte sich zwei Wochen vor dem Saisonstart weiter verbessert und betrieb vor 1550 Zuschauern kräftig Werbung in eigener Sache. „Mit unserem Spiel bin ich sehr zufrieden, wir haben den nächsten Schritt gemacht“, lobte Trainer Philipp Kappenstein seine Schützlinge und gab ihnen nach vier Spielen binnen einer Woche drei Tage frei.

Besonders die Defensive packte in dem Test, der über weite Strecken Züge eines giftigen Punktspiels hatte, kräftig zu. Im Verbund nervten die Westfalen die Gäste aus dem Badischen und ließen sich vom zwischenzeitlichen 0:10-Lauf auf 7:13 nicht irritieren. Insgesamt elfmal wechselte die Führung hin und her, beim 26:23 nach drei Zählern von Andrej König (16.) war der Hausherr in der Halle Berg Fidel wieder vorne. „Defensiv waren wir sehr stark und haben sehr variabel gespielt. Wir haben ein ambitioniertes Pro-A-Team unter 70 Punkten gehalten, das ist gut“, meinte Kappenstein, der allerdings einen Kritikpunkt in seiner Analyse fand. 16 Rebounds schnappten sich die Lions unter dem Korb der Baskets – zu viele. „Das tut uns natürlich richtig weh“, sagte der 40-Jährige. Und da zudem Karlsruhes Orlando Parker – er war mit 23 Punkten der beste Scorer des Abends – nach der Pause heiß lief, geriet Münster im vierten, hitzigen Viertel bis zum 53:62 vorentscheidend ins Hintertreffen. Auch weil die Baskets die freien, gut herausgespielten Würfe nicht in der Reuse versenkten.

Funk fehlt länger

Das sind keine guten Nachrichten für die WWU Baskets. Mit Nico Funk fällt einer der Aufbauspieler aus, wegen Schienbeinproblemen muss der 18-Jährige vier bis zwölf Wochen pausieren. „Wir hoffen, dass es nicht so lange dauert. Nicos Ausfall ist für ihn genauso bitter wie für uns. Er hat in den vergangen Monaten einen großen Sprung gemacht und ist wichtig für uns“, sagt Trainer Philipp Kappenstein. Funk war als Back-Up und Entlastung für Neuzugang Marck Coffin vorgesehen, diese Rolle nimmt nun vorerst der 17 Jahre alte Leo Lüsebrink ein. Im Test gegen den Pro-A-Ligisten PS Karlsruhe Lions kam der Youngster auf 6:06 Minuten Einsatzzeit, in der er ohne Wurfversuch blieb. Dafür aber angelte sich Lüsenbrink drei Rebounds und gab einen Assist.

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„Es ist schade, dass es nicht mehr gereicht hat. Aber wir sind auf einem guten Weg“, sagte Kappenstein, der im dritten Viertel unfreiwillig nach einer Kollision am Spielfeldrand mit Karlsruhes Jeremy Dunbar zu Boden gegangen und so für Heiterkeit auf der Baskets-Bank gesorgt hatte. Punkte: del Hoyo (14), A. König (11), Delpeche (10), Coffin (9), Weß (6), J. König, Padberg, Goolsby (je 3), Hänig, Baues (je 2).

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