Leichtathletik: 18. Volksbank-Münster-Marathon
Laufsportfreunde Münster machen Überstunden

Münster -

1580 Staffeln waren am Start. Binnen zehn Minuten waren die Plätze bei der Online-Anmeldung vergeben. Was für eine Nachfrage. Die Laufsportfreunde Münster wurden im Quartett Zweiter – hinter dem Laufladen Paderborn.

Sonntag, 08.09.2019, 19:48 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 16:48 Uhr
Zweitschnellste Staffel: Yannick Rinne, Markus Kreickmann und Manuel Goerlich (von links) von den Laufsportfreunden Münster. Es fehlt Simon von Martial.
Zweitschnellste Staffel: Yannick Rinne, Markus Kreickmann und Manuel Goerlich (von links) von den Laufsportfreunden Münster. Es fehlt Simon von Martial. Foto: fotoideen.com

Augenringe? Nein, das waren Schatten großer Taten. Für Yannick Rinne, Markus Kreickmann, Manuel Goerlich und Simon von Martial war die Nacht morgens um 5.30 Uhr beendet. Die Staffel der Laufsportfreunde Münster, Abonnementsieger beim großen Spektakel, hatte einen Auftrag zu erfüllen. Vor den für die Jungs „lapidaren“ zehn Kilometern musste ein jeder der Viererbande 24 Kilometer in der Frühe machen – als Vorbereitung auf den Berlin-Marathon am 29. September. „Der Anweisung von unserem Trainer Marcel Reinold haben wir natürlich Folge geleistet“, so Langstreckler Rinne, der im Ziel nach denn 34 Kilometern summa summarum doch sichtlich erschöpft, aber glücklich war. Und müde. Platz zwei konnte die Bande verschmerzen. „Mehr war nicht drin, weil wir nicht voll Stoff gegeben haben“, bilanzierte der 30-Jährige. Den Sieg musste das Quartett in diesem Jahr darum dem Laufladen Paderborn überlassen.

Kein Thema! Manchmal müssen die Prioritäten verschoben werden. Selbst bei einem Heimspiel. Gepunktet haben sie trotzdem. Mit ihnen die Vereinskollegen David Schönherr als drittbester Deutscher und Miriam Zirk als schnellste deutsche Frau im Klassement. „Vor der Leistung der beiden ziehe ich meinen Hut. Das nötigt mir großen Respekt ab“, sparte Rinne nicht mit Lob. Triefend nass im Zielbereich mit einem Handtuch um den Hals. Das frühe Aufstehen an diesem Morgen bei der 18. Auflage des Mega-Events war jedenfalls kein Schritt in die falsche Richtung. Zweiter von 1580 startenden Staffeln – das kann sich trotz aller Nebenschauplätze sehen lassen. Berlin kann kommen.

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