18. Volksbank-Münster-Marathon
Miriam Zirk finisht als beste deutsche Frau

Münster/Sendenhorst -

Sieben Jahre lang war Miriam Zirk nicht mehr beim Münster-Marathon gestartet. Bei der 18. Auflage ging sie dort nun erstmals wieder auf die Strecke. Bei ihrer Rückkehr gelang ihr eine beeindruckende Leistung.

Montag, 09.09.2019, 17:26 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 21:36 Uhr
Im Ziel vereint: Miriam Zirk und David Schönherr
Im Ziel vereint: Miriam Zirk und David Schönherr Foto: fotoideen.com

Totale Erschöpfung oder Glücksschweben? Miriam Zirk, die schnellste Frau aus Sendenhorst, spürte die gegensätzlichen Welten am Sonntag am eigenen Leib. Wie so oft nach 42,195 Kilometern. Als schnellste Deutsche finishte sie bei der 18. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons in 2:44:31 Stunden und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um zwei Minuten und 25 Sekunden. Erst im April war sie beim Event in Düsseldorf 2:46:56 Stunden unterwegs – und schaffte es mit dieser Zeit in die Top Ten der nationalen Bestenliste. Chapeau!

Strapazen hinterlassen Spuren

Im Ziel torkelte sie, suchte Halt an den Absperrungsgittern. Ihr Lächeln wirkte gequält, als Vereinskamerad David Schönherr von den Laufsportfreunden Münster ihr ein Handtuch um den Hals legte. Erst mal Luft holen nach dieser schweißtreibenden Strapaze. Marathon ist harte Arbeit.

Die ersten 15 Kilometer waren ein Genuss. Ab Kilometer 25 habe ich die Beine gespürt, danach musste ich nur noch kämpfen.

Miriam Zirk

Als sie ihren Flüssigkeitshaushalt wieder einigermaßen ins Lot gebracht hatte, gab sie mit leisen Worten zu Protokoll: „Die ersten 15 Kilometer waren ein Genuss. Ab Kilometer 25 habe ich die Beine gespürt, danach musste ich nur noch kämpfen.“ Gegen den Mann mit dem Hammer. „Wer etwas schaffen will, der muss nur dran glauben“, so ihr Credo. Auch wenn sie auf den letzten 2000 Metern ihren Kopf gänzlich ausschalten musste. „Ging nicht anders.“ Hauptsache durch.

Miriam Zirk trainiert mit Männern

Sieben Jahre ist es her, dass sie in der Domstadt am Start war. „Ich hatte die Strecke weniger anstrengend in Erinnerung“, gestand sie. Die nötige Wettkampfhärte, um allen Widerständen zu trotzen, holt sie sich im Training mit den Jungs bei den Laufsportfreunden. „Die sind verdammt stark. Das spornt mich an.“

Hat funktioniert. Perfekt. „Dass sie hier unter 2:45 Stunden läuft, ist der Wahnsinn“, lobt Schönherr, der drittbeste Deutsche mit einer Zeit von 2:28:19 Stunden. Total erschöpft – und irgendwie glücklich. Genau wie Miriam Zirk. 2020 sind beide wieder dabei.

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