Handball: Landesliga
Honerkamps in Kinderhaus endlich vereint

Münster -

Was lange währt, wird endlich gut: Im Herbst ihrer Karriere machen die Brüder Manuel, Stefan und David Honerkamp doch noch einmal gemeinsame Sache. Die geballte Erfahrung des Trios will sich Landesligist Kinderhaus zunutze machen.

Donnerstag, 12.09.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 12:08 Uhr
Manuel Honerkamp ist wieder fit und hat künftig seine Brüder Stephan und David an der Seite.
Manuel Honerkamp ist wieder fit und hat künftig seine Brüder Stephan und David an der Seite. Foto: wh

Die Familienzusammenführung hat ein wenig gedauert. Nun endlich stehen Manuel, Stefan und David Honerkamp in einem Team: In der kommenden Serie spielen die Brüder gemeinsam für den Landesligisten Westfalia Kinderhaus. Alle drei bringen einschlägige Erfahrungen aus höheren Klassen mit. Manuel (36) zählte schon in der vergangen Spielzeit zum Kader, blieb aber wegen einer Verletzung in der kompletten Rückrunde ohne Einsatz.

Insgesamt neun Neue muss Trainer Sebastian Dreiszis integrieren, alle haben Wurzeln in Münster, es wird ein spannendes Projekt. „Wir werden sicherlich nicht um die Meisterschaft spielen“, sagt Teamsprecher Eike Siering, „aber das Potenzial für eine gute Rolle ist da.“ Die Saison 2018/19 beendete die Westfalia auf Rang vier. Lange war sie den Spitzenteams Brockhagen und Hörste auf den Fersen, ehe ihr im Endspurt die Puste ausging.

Nun ein Neuanfang mit erheblich verändertem Kader. Und ohne Christopher Kohl. Der Rückraumspieler mit großem Tordrang und vorzüglicher Quote ist zum sehr ambitionierten Liga-Konkurrenten Friesen Telgte gewechselt. Es ist der schmerzlichste Verlust. „Chris ist nicht eins zu eins zu ersetzen, da werden uns gewiss zwei, drei Tore pro Spiel fehlen“, erklärt Siering.

Mit besserer Abwehrarbeit wollen die Münsteraner das „Problem“ auffangen und lösen. „Eine stabile Deckung war immer ein Kinderhauser Markenzeichen. Letzte Saison sind wir da ein bisschen vom Weg abgekommen, wir müssen jetzt unbedingt wieder sattelfester werden“, fordert Siering.

Die Vorbereitung stuft der Kreisläufer als durchwachsen ein. Eine Basis sei aber schon gelegt. Nun gelte es, schnell Ergebnisse einzufahren und Selbstvertrauen zu sammeln. Die erste Partie führt Kinderhaus am Samstag (19.45 Uhr) zum TV Vreden. Natürlich hofft Siering auf einen Sieg. Auch die nächsten Aufgaben fordern die Westfalia in fremden Hallen – zunächst in Hesselteich und dann beim letztjährigen Vizemeister Hörste. Siering: „Direkt dreimal auswärts, das ist ein komischer Spielplan. Aber wir nehmen die Dinge, wie sie kommen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6921550?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker