Fußball: Bezirksliga
Wolbeck enttäuschter Sieger beim 1. FC Gievenbeck II

Münster -

Eine Woche nach dem 0:16-Debakel in Burgsteinfurt verkaufte sich die Reserve des 1. FC Gievenbeck im Derby gegen den VfL Wolbeck wesentlich teurer. Zwar verlor sie erneut, nach dem 0:3 waren aber vor allem die Gäste unzufrieden.

Sonntag, 15.09.2019, 20:11 Uhr
Freie Bahn: Wolbecks Jan-Niklas Tegtmeier (re.) schüttelt die Gievenbecker Wagas Nirza (li.) und Aly Cissé (am Boden) ab.
Freie Bahn: Wolbecks Jan-Niklas Tegtmeier (re.) schüttelt die Gievenbecker Wagas Nirza (li.) und Aly Cissé (am Boden) ab. Foto: fotoideen.com

Verkehrte Welt. Da hat einer einen 3:0-Sieg zu feiern und ist restlos bedient. Da hat der andere eine erneute Niederlage zu verdauen und ist fast schon zufrieden. Dennoch hatten beide Trainer absolut recht.

„Sprachlos, mir fehlen die Worte. Einfach nur unterirdisch.“ Für Alois Fetsch war es nur ganz schwer, dem Sieg seines VfL Wolbeck beim 1. FC Gievenbeck II auch nur ein Fünkchen Positives abzugewinnen. „Okay, auch für diesen Sieg gibt es drei Punkte. Und dass wir jetzt 15 Zähler haben, ist gut. Aber das war es auch schon.“ Er hätte noch erwähnen können, dass sich sein Team beim erwarteten Pflichtsieg 90 Minuten äußerst schwertat. Er hätte hinzufügen können, dass die Blauen überhaupt nicht ins Spiel fanden. Und er hätte abschließend feststellen können, dass der Sieg an einem hauchdünnen Faden hing.

Denn ausgerechnet die vermeintliche Schießbude der Liga erdreistete sich beim Stande von 0:1 in den Schlussminuten, ihr Heil in der Offensive zu suchen. Und fast wäre Christian Tordat sogar der Ausgleich gelungen, wäre da nicht Wolbecks Schlussmann Marc Klein auf dem Posten gewesen (82.). „Ich fand auch, dass ein Punkt für uns drin war“, sagte FCG-Coach Michael Füstmann und hatte offensichtlich diese Szene ebenfalls als ganz entscheidend angesehen.

So behielt die Wolbecker Führung, die Yannik Lubitz nach 26 Minuten per Kopf erzielt hatte, vorerst Bestand. Ehe sich dann Sebastian Jakob (86.) und Tilo Gadau (90.) aufmachten, das Resultat aus Wolbecker Sicht ein wenig aufzupeppen. Damit konnten sie zwar den Erfolg ein wenig klarer gestalten, aber den Trainer nicht wirklich versöhnen. Fetsch war bedient, und das schon zur Pause. Da wechselte er direkt drei Viertel seines Mittelfeldes, weil das nun nicht gerade vor Ideen gesprüht hatte. „Man kann auch sagen, dass wir es diesmal ganz gut gemacht haben“, wollte Füstmann nur kurz anmerken. FCG: Lardi – Esch, Kartalci, Bensmann, Mirza – Cisse, Kuliev, Tordat, Rachih, Hamdan – Gorzalnik (83. Stroschein) VfL: Klein – N. Tegtmeier, J. Tegtmeier, Speckmann, J. Schroer – Sollik (46. Jakob), Lubitz (46. Möllers), Bensmann (68. Quabeck), Swetlik (46. Westhues) – Gaudau, Vielmeyer

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