Fußball: Tribünengespräch
Auswärtsärger beim TuS Hiltrup, Heimjubel bei BW Aasee

Münster -

Eine interessante Serie legte Bezirksligist BW Aasee bisher hin. Alle drei Partien zu Hause gewann das Team 2:1. Da stören die Auswärtsschlappen kaum. Dagegen tun die des TuS Hiltrup in der Fremde richtig weh. Der Westfalenligist stagniert aktuell.

Dienstag, 17.09.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 15:02 Uhr
Christian Hebbeler 
Christian Hebbeler  Foto: fotoideen.com

Erster nach dem ersten Spieltag, volle Ausbeute auch nach dem zweiten – und drei Runden später fast im Tal der Tränen angelangt. Na ja, so schlimm steht es um den TuS Hiltrup noch nicht. Doch von der anfänglichen Euphorie nach zwei durch die Bank starken Auftritten des umsortierten Kaders ist nichts mehr übrig geblieben.

„Wir sind leider doch nicht so gefestigt, wie wir gedacht haben“, sagte Trainer Christian Hebbeler nach dem 2:3 beim SC Roland. Zum zweiten Mal hintereinander hatte sein Team einen 2:0-Vorsprung in der Fremde nicht über die Zeit gebracht. Nach dem 3:3 in Clarholz reichte es im Beckumer Vorort nun nicht einmal zu einem Remis.

„Wer auswärts zwei oder drei Tore schießt, sogar deutlich vorne liegt, darf nicht mehr verlieren“, sagte der Coach. Da zwischen diesen beiden Partien auch noch die in jeder Hinsicht erschreckende 0:4-Vorstellung zu Hause gegen Rödinghausen II lag, ist es nachvollziehbar, wenn Hebbeler sagt: „Es fühlt sich gerade alles nicht gut an.“

Statt wie erträumt mal langfristig die Spitze anzugreifen, zeigt die Tabelle aktuell wieder tristes Mittelfeld an. Immerhin hat die Mannschaft in vier von fünf Spielen bewiesen oder zumindest angedeutet, zu was sie in der Lage ist. Ganz abgeschrieben hat das vordere Drittel am Osttor sicher noch niemand.

Für André Kuhlmann und seine Aasee-Bezirksligisten ist es zu Hause zurzeit am schönsten: Drei Spiele, drei Siege, alle gingen 2:1 für Blau-Weiß aus. Bei drei Auswärtsniederlagen – 0:2 beim SC Greven 09, 0:1 beim TuS Recke und 1:3 bei Emsdetten 05 – reicht diese kurze Zwischenbilanz zu Platz sieben.

Da, wo der Trainer auch am Ende der Saison stehen will. „Zwischen Rang acht und fünf“, hatte Kuhlmann seine Jungs am Saisonende verortet. Das war vor dem Meisterschaftsbeginn.

Und dafür muss allerdings der Personalbereich an Kontinuität gewinnen. „Viele Studenten bedeuten viele Praktika, Urlaub, Auslandssemester, Abwesenheit beim Training – das ist halt so. Die alten Aasee-Probleme sind auch die neuen. „Eine schwierige Situation für uns, aber zumindest in der Defensive finden wir schon ganz gut zusammen.“

Umso erstaunlicher scheint die Heimstärke zu sein. Erklärbar ist sie für den Coach nicht. „In Greven waren 200 Leute am Platz, in Recke 300“, sagt Kuhlmann beeindruckt. „Bei uns sind es um die 20. Eine ganz andere Hausnummer.“ Warum es daheim dennoch so gut klappt?

„Die Jungs fühlen sich wohl. Zu Hause fällt es uns leichter.“ Ob der Heimvorteil tatsächlich eine Rolle spielt im Spiel?

Immerhin, so Kuhlmann, erwarte er in Max Linden, Max Weitzel und Valentin Schulz drei Stammkräfte demnächst, also spätestens Anfang Oktober, wieder zurück. „Von der Qualität her haben wir einen guten Kader“, sagt Kuhlmann. Heimnimbus hin oder her.

Bereits an diesem Donnerstag bestreitet Aasee ein vorgezogenes Spiel gegen Germania Hauenhorst (20 Uhr). Zu Hause und wer weiß – gewinnt möglicherweise wieder 2:1.

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