Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets spielen in Stahnsdorf auch gegen die Aufstiegseuphorie

Münster -

Auf ein Neues, bei den TKS 49ers in Stahnsdorf beginnt die Saison für den Nordmeister der vergangenen Serie. Die WWU Baskets Münster reisen mit voller Kapelle nach Brandenburg, genießen aber nicht mehr den Außenseiternimbus.

Samstag, 21.09.2019, 10:00 Uhr
Die Baskets in der Saison 2019/20 
Die Baskets in der Saison 2019/20  Foto: Christina Pohler

Die Vizemeisterschaft des Vorjahres? Testspielergebnisse? Alles Makulatur. Am Wochenende geht es in der 2. Liga Pro B wieder von vorne los, zwölf Mannschaften bewerben sich um acht Playoff-Plätze. Darunter die WWU Baskets Münster, die als Vorjahresfinalist in dieser Spielzeit eine andere Rolle einnehmen werden. Den unterschätzten Aufsteiger gibt es nicht mehr, das Team von Trainer Philipp Kappenstein gehört nach dem grandiosen Jahr zum Favoritenkreis der dritthöchsten Klasse – und nimmt gleich am Sonntag (16 Uhr) bei den TKS 49ers in Stahnsdorf bei Berlin seinen neuen Part ein.

Der Auftakt bei einem Neuling, der nach einem Jahr Abstinenz in der Regionalliga in seine zwölfte Pro-B-Saison geht, erinnert an die Baskets-Premiere genau vor Jahresfrist. Damals war Münster ein Neuling, die Dresden Titans als Gast ein gesetztes Team der Klasse, das letztlich 61:63 verlor.

Gute Voraussetzungen

Ein Erlebnis, das Kappenstein sich und seinen Mannen ersparen möchte. „Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass Stahnsdorf mit einer Aufstiegseuphorie anfängt und wir auf eine Menge Physis treffen. Die 49ers spielen einen sehr aggressiven Basketball, sie machen eine Menge Druck. Wir müssen also versuchen, ihnen unser Spiel aufzudrücken“, fordert Kappenstein die Bereitschaft ein, mit Körperlichkeit und der nötigen Härte dagegenzuhalten.

Zuletzt bei der Generalprobe gegen die EWE Baskets Juniors aus Oldenburg (82:94) hakte es noch im Baskets-Spiel, zu viel Beachtung aber schenkt der 40 Jahre alte Coach dem letzten Test nicht mehr. „Das war ein Schuss vor den Bug. Alle haben gesehen, dass es mit fünf Prozent weniger nicht reicht. Aber wir sind bereit“, sagt Kappenstein, der bis auf Nico Funk sein komplettes Personal – auch die zuletzt angeschlagenen Malcolm Delpeche, Andrej König und Kai Hänig sind dabei – am Samstag bei der Abfahrt an Bord hat. Gute Voraussetzungen, um mit einem Sieg eine mögliche zweite Top-Saison einzuleiten.

Kommentar: Alter Ruhm zählt nicht

Die Saison 2018/19 der WWU Baskets war der Hit. In oft ausverkauften Hallen rockten sie das Haus und stürmten bis auf Platz zwei in den Charts der 2. Liga Pro B. Wahnsinn! Doch für den Ruhm der vergangenen Spielzeit können sich die Baskets nichts mehr kaufen. Nun gilt es, diese Leistung zu bestätigen. Die Voraussetzungen, dass der Erfolg kein One-Hit-Wonder wird, haben die Produzenten Helge Stuckenholz und Philipp Kappenstein geschaffen, die Band ist gerüstet – und soll wieder eine große Show liefern. Dass sie dabei auf viel Widerstand und auf Gegner treffen werden, die die Chartstürmer der Vorsaison aus den Top-Rängen verdrängen wollen, muss ihnen bewusst sein. Verinnerlichen die Baskets dies, können sie in der Hauptrunde und den Playoffs wieder eine große Nummer werden.

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