Rad: Sparkassen-Münsterland-Giro
Stelldichein der Besten zwischen Emsdetten und Schloss

Münster -

Die Stars, die sich für den 3. Oktober angekündigt haben, besitzen klangvolle Namen. Startort des Sparkassen-Münsterland-Giros ist diesmal Emsdetten.

Mittwoch, 25.09.2019, 16:38 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 09:57 Uhr
In heller Vorfreude: (hinten von links) Radprofi André Greipel, Rainer Bergmann (Chef-Organisator), Dr. Thomas Niemöller (Provinzial), Olga Leuer (Schmitz Cargobull), Cornelia Wilkens (Sportdezernentin Stadt Münster), Kerstin Dewaldt (Sportamtsleiterin Stadt Münster), Heino Hausfeld (Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup), Markus Bischoff-Wittrock (Kreissparkasse Steinfurt), Andreas Löbbe (Sparkassenverband Westfalen-Lippe); (vorne von links) Fabian Wegmann (Sportlicher Leiter), Georg Moenikes (Bürgermeister Emsdetten), Dr. Klaus Effing (Landrat des Kreises Steinfurt), Markus Lewe (Oberbürgermeister Münster), Dr. Olaf Gericke (Landrat des Kreises Warendorf), Markus Schabel (Sparkasse Münsterland Ost).
In heller Vorfreude: (hinten von links) Radprofi André Greipel, Rainer Bergmann (Chef-Organisator), Dr. Thomas Niemöller (Provinzial), Olga Leuer (Schmitz Cargobull), Cornelia Wilkens (Sportdezernentin Stadt Münster), Kerstin Dewaldt (Sportamtsleiterin Stadt Münster), Heino Hausfeld (Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup), Markus Bischoff-Wittrock (Kreissparkasse Steinfurt), Andreas Löbbe (Sparkassenverband Westfalen-Lippe); (vorne von links) Fabian Wegmann (Sportlicher Leiter), Georg Moenikes (Bürgermeister Emsdetten), Dr. Klaus Effing (Landrat des Kreises Steinfurt), Markus Lewe (Oberbürgermeister Münster), Dr. Olaf Gericke (Landrat des Kreises Warendorf), Markus Schabel (Sparkasse Münsterland Ost). Foto: Jürgen Peperhowe

Im Wetterchaos von Yorkshire spülte der Regen die deutschen Medaillenhoffnungen bei den Damen am Dienstag weg. Grenzwertige Bedingungen bei der Radsport-Weltmeisterschaft in der Grafschaft im Norden Englands. Ein Horror für jeden Profi. „Das brauchen wir hier nicht“, sagt Rainer Bergmann, Cheforganisator des Sparkassen-Münsterland-Giros.

Am 3. Oktober geht es in die 14. Auflage. Mit einem Feld, das alle Erwartungen (mal wieder) übertrifft. Mit den beiden exzellenten Top-Sprintern Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) und John Degenkolb (Trek-Segafredo) sowie Nils Politt (Katusha-Alpecin) haben drei deutsche Stars gemeldet, die bei der WM am Sonntag auf dem Asphalt fast unmenschliche 300 Kilometer runterspulen. Nicht unmöglich, dass der König der Elite nur vier Tage später beim Giro mit Startort Emsdetten, zum zweiten Mal nach 2011 Ausgangspunkt der Schleife, aufschlägt.

Der „Gorilla“ geht auch an den Start

Große Namen – allesamt. Die national um den Vorjahressieger Max Walscheid (Sunweb) und André Greipel ergänzt werden. Der fährt inzwischen für den zweitklassigen französischen Rennstall Arkéa-Samsic, was seiner Motivation keinen Abbruch tut. Der „Gorilla“, so wird Greipel wegen seiner beeindruckenden Physis genannt, hat kaum ein Event verpasst und taugt zur Galionsfigur des Spektakels. „Ich liebe diese Veranstaltung“, sagt der gebürtige Rostocker selbst. Er war am Mittwoch für die offizielle Pressekonferenz extra aus seiner Heimat Hürth angereist – und drehte im Anschluss mit Münsters ehemaligem Profi Fabian Wegmann, Sportlicher Leiter des Giro und dreimal Deutscher Meister auf der Straße, ein paar Runden durch die Baumberge. Man kennt sich.

Die internationale Konkurrenz der großen Sprinter ist nicht minder beeindruckend. Der Brite Mark Cavendish (Dimension Data) hat die Szene viele Jahre dominiert. Seine 30 Etappensiege bei der Tour de France stehen für sich. Der Kolumbianer Fernando Gaviria (UAE Team Emirates), zweifacher Etappensieger bei der Schleife durch Frankreich 2018, ist ein Draufgänger par excellence. Nicht zu vergessen: Álvaro Hodeg (Kolumbien/Quick-Step), aktuell bei elf Erfolgen 2019 und Etappensieger bei der Deutschland-Tour im vergangenen Jahr, und Ben Swift (Team Ineos), der aktuelle Straßenmeister Großbritanniens. Auch sie können den Unterschied ausmachen.

Hoffen auf trockene Wetterumstände

Alles deutet nach den knapp 200 Kilometern durch die Region mit 1500 Höhenmetern wieder auf ein Wimpernschlagfinale hin. Wenn die wilde Hatz auf den letzten drei Runden über den Prinzipalmarkt in Münster samt Kopfsteinpflaster führt, gilt es, die beste Position für die finalen Meter vor dem Schloss zu sichern. Bei gut und gerne 70 Kilometern in der Stunde. Walscheid im Vorjahr ging bei seinem Sieg nicht mal aus dem Sattel. Wahnsinn!

Hauptsache, es bleibt trocken. Mit Niederschlägen kennen sich auch die Münsterländer aus. Wolkig, 14 Grad – das ist die Prognose. Ideal für einen „Feiertag des Radsports“. Oder wie Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe sagt: „Ein Hochfest des Fahrradfahrens.“

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