Fußball: U-15-Regionalliga
Preußens Jungadler sind auf ungeahntem Höhenflug

Münster -

Das nennt man dann wohl Traumstart. War der Erfolg gegen Fortuna Köln durchaus erwartbar, waren die Siege gegen Borussia Dortmund und den FC Schalke 04 schon etwas Besonderes. Keine Frage, die U-15-Junioren des SC Preußen Münster sind in der Regionalliga gerade die Mannschaft der Stunde.

Freitag, 27.09.2019, 23:36 Uhr
Volle Konzentration, volle Power: Co-Trainer Dominik Krüßmann leitet das Aufwärmprogramm von Preußens U-15-Junioren an. Der SCP-Nachwuchs ist nach drei Siegen, unter anderem gegen Dortmund und Schalke, Tabellenführer der Regionalliga.
Volle Konzentration, volle Power: Co-Trainer Dominik Krüßmann leitet das Aufwärmprogramm von Preußens U-15-Junioren an. Der SCP-Nachwuchs ist nach drei Siegen, unter anderem gegen Dortmund und Schalke, Tabellenführer der Regionalliga. Foto: Jürgen Christ

Die U 15 ist aktuell die wohl größte Attraktion im Nachwuchs von Preußen Münster. Mit Siegen gegen Fortuna Köln sowie anschließend gegen die beiden Branchengrößen FC Schalke 04 und Borussia Dortmund thronen die Adlerträger als einzige Mannschaft ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der Regionalliga.

„Das waren auch keine Sensationssiege mit 1:30 Torschüssen und einem am Ende glücklichen Sieg“, stellt Trainer David Paulus (rundes Foto) klar. Ganz im Gegenteil: Gerade der BVB wurde vor Aufgaben gestellt, die er schlicht nicht zu lösen vermochte. „Wir waren taktisch sehr diszipliniert. Viel beeindruckender aber war, wie wir als Kollektiv verteidigt haben“, erklärt Paulus. Stets war ein Bein dazwischen, wenn ein Dortmunder abzog, die Adlerträger warfen sich in jeden Zweikampf und imponierten mit dem unbedingten Willen, das Spiel gewinnen zu wollen.

Und offensiv? „Da haben wir die individuelle Qualität, mit der wir jederzeit Chancen generieren können, auch wenn wir weniger Ballbesitz haben“, sagt Paulus. Am Ende gewannen die Preußen, die nach drei Runden mehr Tore als der Rest erzielt und mit die wenigsten kassiert haben, 2:0.

Paulus: „Nicht mit gerechnet“

„Wir hatten schon so eine Ahnung, dass wir hier einen guten Jahrgang haben“, verrät Paulus. „Mit diesem Saisonstart haben wir jedoch nicht gerechnet.“ Das Fundament dafür wurde über Jahre gelegt. In den letzten Spielzeiten wurde die Ausbildung der Akteure gefördert, vor allem aber wurde das Team bis auf wenige Abgänge zusammengehalten. „Das ist heute viel schwieriger. Die Scouting-Abteilungen der großen Vereine kennen jeden einzelnen Spieler und versuchen die Jungs so früh wie möglich zu holen“, weiß Paulus, der regelmäßig Überzeugungsarbeit leisten muss, warum ein Kicker in Münster bleiben soll, statt den Schritt in eines der großen Nachwuchsleistungszentren von Dortmund, Schalke oder Bochum zu wagen.

„Talent ist vor allem auch ein Zeitfaktor“, sagt der Coach und meint damit, dass die jungen Spieler so viele Minuten wie möglich auf dem Platz verbringen sollen. „Es ist ja nicht mehr so, dass die Jungs nur bis 13 Uhr Schule haben und dann maximal noch eine Stunde Hausaufgaben machen“, sagt Paulus über die gestiegenen Bildungsansprüche. „Was sie dann an Aufwand leisten, ist schon enorm.“

Samstag gegen Aachen

Dreimal wird unter der Woche trainiert, dazu kommen eine weitere Einheit in den Stützpunkten sowie der Spieltag am Wochenende. Bislang zahlt sich der Aufwand aus. Nach der Partie gegen Alemannia Aachen am Samstag (15.30 Uhr, Sentruper Höhe) wollen die Münsteraner weiter an der Spitze stehen. Auch wenn der Gegner noch punkt- und torlos ist, ist Paulus weit davon entfernt, ihn zu unterschätzen. „In der gesamten Liga ist fast jedes Ergebnis knapp gewesen. Wenn wir einen schlechten Tag erwischen oder nicht unser ganzes Potenzial abrufen, wird es definitiv schwer.“ Spielen die Adler allerdings weiter so wie gegen Schalke und Dortmund, wird es deutlich schwieriger, den Höhenflug dieser Preußen zu stoppen.

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