Fußball: Landesliga
Roxel verzweifelt gegen Spitzenreiter Werne an Schiedsrichter Dastig

Münster -

Wer gegen den Spitzenreiter das bessere Team stellt und trotzdem verliert, der ist schnell frustriert. Beim BSV Roxel bezog sich der Ärger nach dem 1:2 zu Hause gegen den Werner SC vor allem auf die Entscheidungen von Schiedsrichter Christoph Dastig.

Sonntag, 29.09.2019, 19:02 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 23:30 Uhr
Da war die BSV-Welt noch in Ordnung: Endrit Sojeva, Schahab Hajizadah und Daniel Seidel (v.l.) bejubeln das 1:0.
Da war die BSV-Welt noch in Ordnung: Endrit Sojeva, Schahab Hajizadah und Daniel Seidel (v.l.) bejubeln das 1:0. Foto: fotoideen.com

Riesenärger beim BSV Roxel – in einer Partie, in der die Münsteraner dem Werner SC eigentlich deutlich überlegen waren, mussten sie sich dennoch mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Dabei rückten auch mehr als einmal Schiedsrichter Christoph Dastig und seine beiden Assistenten unfreiwillig in den Vordergrund.

Der Tabellenführer versuchte früh, Roxel in die eigene Hälfte zu drängen. Chancen sprangen dabei aber noch keine heraus, auch, da die Verteidigung eine gute Leistung zeigte. Die Hausherren hingegen suchten ihr Glück in Kontern, doch nachdem sich Jorma Hoppe im WSC-Kasten verschätzte hatte, traf Endrit Sojeva das leere Tor nicht (24.). Kurz darauf aber veredelte Schahab Hajizadah eine Flanke von Leon Willich (31.) zur Führung.

Einige Minuten später beschwerte sich der BSV erstmals, weil der Referee einen leichten Schubser von Johannes Mennemeyer an Colin Lachowicz als elfmeterwürdiges Foul einstufte. „Ich weiß nicht, was er da gesehen hat, das war ein ganz normaler Zweikampf“, so Trainer Sebastian Hänsel. Den Strafstoß verwandelte Daniel Drukalic sicher (38.).

Die Gäste kamen hellwach aus der Kabine. Nach nicht mal 15 Sekunden traf Lachowicz nach einer Flanke von Henry Poggenpohl und stellte den Spielverlauf auf den Kopf (46.). Roxel war um eine Antwort bemüht und fand diese schnell: Daniel Seidel traf das Tor, aber auch den auf der Linie liegenden Hajizadah. Dastig und seine Assistenten zeigten schon auf den Mittelkreis. Nach heftigen Protesten der Werner berieten sie sich allerdings noch mal und nahmen das Tor aufgrund einer Abseitsposition von Hajizadah zurück (52.). „Man hat das Gefühl, dass sie sich von den Spielern beeinflussen lassen“, so Hänsel.

Doch Roxel kämpfte. Nachdem eine Ecke durch Nico Haverkamp auf Sojeva verlängert worden war, traf dieser per Kopf, erneut wurde das Tor wegen Abseits zurückgenommen (75.). Der Fußball rückte ein wenig in den Hintergrund, einige Rudelbildungen folgten aus der aufgebrachten Atmosphäre. Den Hausherren bot sich noch die Chance auf den Ausgleich, doch Hoppe hielt gegen Haverkamp und Ali Shinawi erstklassig (90.). Hänsel sagte dennoch: „Wir haben mit viel Feuer gespielt und eigentlich ja auch unsere Tore gemacht ...“ BSV : C. Hunnewinkel – Mennemeyer, Haverkamp, Wesberg (68. Nesar), Willich – Gockel, Wessels – S. Hunnewinkel. (74. Kottenstede), Hajizadah (59. Shinawi) – Sojeva, Seidel

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