Tennis: Vater-Sohn-Turnier
Dettloffs feiern im Finale gegen Bückmanns den zweiten Sieg

Münster -

Zuerst die sportlichen Dinge: Reiner und Tim Dettloff haben das 41. Vater-Sohn-Turnier in Wolbeck gewonnen. Neben dem reinen Ergebnis zählte aber mal wieder auch das Miteinander – da konnte auch das schlechte Wetter kaum stören.

Montag, 30.09.2019, 14:34 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 23:30 Uhr
Alte Bekannte: Tim (l.) und Reiner Dettloff gewannen das von Henning Bösenberg (M.) organisierte Vater-Sohn-Turnier gegen die 13-fachen Finalisten Carlo (r.) und Dieter Bückmann zum zweiten Mal.
Alte Bekannte: Tim (l.) und Reiner Dettloff gewannen das von Henning Bösenberg (M.) organisierte Vater-Sohn-Turnier gegen die 13-fachen Finalisten Carlo (r.) und Dieter Bückmann zum zweiten Mal. Foto: Ernst Mackel

Das Vater-Sohn-Turnier hat schon etwas von einem Familientreffen. Einmal im Jahr, und das bereits seit 1979, kommen die Paare auf der Anlage des TC 66 Wolbeck zusammen. Zum sportlichen Wettstreit, aber auch zum Wiedersehen unter alten Bekannten. „Man kommt auf dem Parkplatz an und braucht fast eine halbe Stunde, bis man sich bis zum Turnierdirektor durchgequatscht hat“, fasste es Philipp Mackel, der mit seinem Vater Ernst in diesem Jahr die Nebenrunde (6:3, 4:6, 10:8 gegen Matthias und Josef Pelster) gewann, zusammen. „Es war wieder eine rundum schöne Angelegenheit. Es ist einfach eine Freude“, sagte Organisator Henning Bösenberg.

Da ließ es sich auch verkraften, dass diesmal das Wetter nicht mitspielte. Konnte Bösenberg am Samstag noch bis 17.30 Uhr die Partien auf der roten Asche durchziehen, flogen am Sonntag die Filzkugeln nur unter dem Hallendach über das Netz. „Das war etwas schade. Aber der Stimmung tat es keinen Abbruch“, meinte Bösenberg. Und dem guten Tennis auch nicht. Schon die Halbfinals hatten es in sich. Florian und Matthias Brüwer (THC Münster) verlangten den früheren THCern Tim und Reiner Dettloff alles ab, hatten im zweiten Durchgang sogar Satzbälle. Am Ende aber setzten sich die Vorjahresfinalisten mit 6:3, 7:6 durch und zogen in ihr viertes Endspiel ein. Dort warteten mit Carlo und Dieter Bückmann die Rekordfinalisten. Zwölfmal gehörten sie zuvor zu den besten zwei Duos, die Nummer 13 folgte am Sonntag durch das 6:2, 6:3 im ewig jungen Duell mit den dreifachen Turniersiegern Christopher und Michael Koderisch (BW Halle). „Das waren schon tolle Matches“, sagte Bösenberg.

Aber es wurde noch besser, noch dramatischer und spannender. Nachdem sich das Duo aus Ostwestfalen gegen die Brüwers 5:7, 6:3, 10:8 Platz drei gesichert hatte, kam es zum finalen Showdown. Wer tritt die Nachfolge der verhinderten Titelverteidiger Marlon und Marcus Göring, der eigens aus Frankfurt angereist war und Bösenberg überraschte, an? Bückmanns siebter Streich oder Dettloffs zweiter? Die Antwort lieferte erneut der Match-Tiebreak – in dem leistete sich der für den 1. TC Hiltrup spielende Carlo Bückmann zwei, drei Fehler zu viel, so dass Dettloffs mit 6:4, 2:6, 10:8 gewannen und sich nach dem verlorenen Endspiel des Vorjahres diesmal über den Sieg freuten.

Zufrieden zog Bösenberg Resümee: „Das war ab dem Viertelfinale wieder ein richtig gutes Herren-Doppel-Turnier. Die Stimmung untereinander war sehr schön“, sagte Bösenberg, der auch das schlechte Wetter verkraften konnte. „Wer in 40 Jahren erst zum zweiten Mal nach 1993 Regen hat, darf sich nicht beschweren.“ Nach diesen meteorologischen Erfahrungswerten dürfte bei der 42. Auflage wieder die Sonne scheinen.

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