14. Sparkassen-Münsterland-Giro
Rainer Bergmann: „Live-Signal ist world-tour-fähig“

Münster -

Chef-Organisator Rainer Bergmann zog ein zufriedenes Fazit. Einzig das Wetter spielte nicht mit. Dabei hat das Event eigentlich eine Schönwetter-Garantie. Trotzdem erlebten die Zuschauer in Münster ein Herzschlagfinale.

Freitag, 04.10.2019, 18:40 Uhr
Chef-Organisator Rainer Bergmann (rechts) und Jedermann Dieter Rosenbaum, zum zwölften Mal dabei.
Chef-Organisator Rainer Bergmann (rechts) und Jedermann Dieter Rosenbaum, zum zwölften Mal dabei. Foto: André Fischer

Rainer Bergmann wirkte abgearbeitet. Der Chef-Organisator des Sparkassen-Münsterland-Giros war seit 5 Uhr in der Frühe am Donnerstag auf den Beinen und überall dort, wo es brannte. Er freute sich sichtlich auf das Bierchen danach. Traditionell kommt seine Crew nach der Siegerehrung der Profis im VIP-Zelt zusammen, um schlicht loszulassen. Mit dem 59-Jährigen sprach Redaktionsmitglied André Fischer.

Herr Bergmann, der Giro hatte gefühlt immer eine Schönwetter-Garantie.

Bergmann: Das ist richtig. Bislang sind wir vom großen Regen verschont geblieben. Ich erinnere mich dumpf an ein Rennen, in dem bei der Durchfahrt im Kreis Warendorf ganz miese Bedingungen herrschten. Das war die Ausnahme und nicht die Regel. Diesmal war es windig und saukalt. Die Fahrer haben bei der Siegerehrung sichtlich gefroren. Das Tief kam vom Teuto rüber. Die ersten Bilder habe ich im TV gesehen. Bedingungen, die Teile des Fahrerfeldes von den Weltmeisterschaften aus Yorkshire kannten.

Bedingungen, die das Feld etwas gehemmt haben in Sachen Geschwindigkeit.

Bergmann: Die Jungs waren einen Hauch langsamer unterwegs, das stimmt. Mit einem 42er-Schnitt. Der Begeisterung hat das keinen Abbruch getan. Das war erstklassiger Radsport mit einem furiosen Sprint in Münster.

Brian van Goethem ist knapp 400 Meter vor dem Finish vom Feld gestellt worden. Tragisch für den Niederländer, der Wahnsinn für das Publikum. Besser geht’s nicht?

Bergmann: Van Goethem ist lange am Anschlag gefahren. Hat sich die ganze Zeit umgesehen. Ein Indiz, dass es eng wird. Eine Runde weniger über den Prinzipalmarkt – und Brian hätte das Ding gewonnen. So haben wir ein Herzschlagfinale erlebt.

35 Länder waren 2019 in Sachen bewegte Bilder involviert. Die Aufmerksamkeit für ihr Event war groß wie nie.

Bergmann: Wir haben in diesem Jahr das Live-Signal erstmals selbst mit einem niederländischen Anbieter produziert und vermarktet. Vor der World Tour müssen wir uns da nicht verstecken. Die Qualität war top, mehr geht aktuell nicht.

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