Futsal: UFC Münster
UFC Münster sucht Herausforderungen: Europa – wir kommen!

Münster -

Im Liga-Alltag gewinnen die Futsalerinnen vom UFC Münster beinahe nach Belieben. Nun hoffen sie auf stärkere Gegner, die die Women´s Futsal Euro im Jahr 2020 bestimmt zu bieten hat. Wenn der UFC denn eingeladen wird. . .

Freitag, 25.10.2019, 16:28 Uhr aktualisiert: 25.10.2019, 18:26 Uhr
Jubeln ohne Ende: Die Futsalerinnen vom UFC Münster gewinnen ein Spiel nach dem anderen und machen sich nun Hoffnung auf die Teilnahme an der Endrunde um die Women’s Futsal EURO 2020
Jubeln ohne Ende: Die Futsalerinnen vom UFC Münster gewinnen ein Spiel nach dem anderen und machen sich nun Hoffnung auf die Teilnahme an der Endrunde um die Women’s Futsal EURO 2020 Foto: Fabian Nehm

Der FC Bayern galt in den vergangenen Jahren im Oberhaus des Fußballs als Synonym für Dominanz und Langweile. Der Rekordmeister siegte – und ganz Deutschland gähnte. Das Attribut der Unbezwingbarkeit scheint auch den Futsal-Frauen des UFC Münster in die Wiege gelegt. Das Team von Cheftrainer Fabian Nehm hat ein Abo auf die Westdeutsche Meisterschaft. Kein Weg führt seit gefühlt einer Dekade an den Uni-Kickerinnen vorbei. Im zweiten Spiel der noch jungen Spielzeit gab es einen 48:0-Sieg beim Neuling aus Neuss. Wohlgemerkt innerhalb der Spielzeit von gerade mal 2x20 Minuten. Da war jeder Schuss ein Treffer. Wie ermüdend – und vor allem entmutigend für die Gegenüber. „Wir wünschen uns schon manchmal Mannschaften, die uns ebenbürtig sind“, sagt Nehm. Er ist ehrlich. Eine europäische Liga könnte dieses Dilemma beenden. Ein Traum.

Der keiner bleiben muss. Die erste Endrunde der Women’s Futsal EURO seitens der Uefa wurde im Februar 2019 in Porto ausgetragen. Eine Art Champions League. Die Besten messen sich mit den Besten. Weil der UFC seit langem in der Regionalliga West den Ton angibt, der höchsten und einzigen Spielklasse bundesweit, hat er vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) grünes Licht für eine mögliche Teilnahme am Kräftemessen 2020 bekommen. „Jetzt warten wir auf eine Einladung“, sagt Nehm. Dabei ist noch unklar, wo dieses Turnier stattfindet.

Das Verlangen, sich endlich mit Kontrahenten auf Augenhöhe zu messen ist groß. Das Final Four in den Saison 2018/19 zeigt die Problematik zu gut. Im Finale um die Krone besiegte der UFC Namensvetter Paderborn im Hinspiel mit 13:2. Das 8:3 beim Wiedersehen war in der makellosen Saison ohne Punktverlust fast schon das knappste Ergebnis. Noch Fragen?

Münster auf der Überholspur – auch entwicklungstechnisch. „Inzwischen trainieren wir zweimal die Woche“, sagt Nehm, der die Truppe im Vorjahr zusammen mit Eike Wessels betreut hat. Anfang 2018 fand er erst den Weg zu den Frauen. Zunächst als Video-Analyst, dann an der Linie. Inzwischen macht er fleißig seine Trainerscheine. Hoch hinaus soll es gehen.

Dass dieser Hallensport boomt, ist ein Faktum des schnellen, taktisch und technisch anspruchsvollen Spiels, das vor allem für Neulinge flugs zu erlernen ist. Inzwischen ist Futsal sogar eine adäquate Alternative zum Liga-Alltag. So kickt Thea Fullenkamp so ganz nebenbei in Liga zwei beim SV Meppen. Im Unterhaus liefen bereits Dana Gerhardt und Laura Rieping für den FSV Gütersloh, Kathrin Klimas und Pia-Elisabeth Liening-Ewert für Meppen auf. Pfunde, mit denen Münster wuchern kann – national wie international.

Zu Gast bei Freunden im europäischen Ausland war die Combo der Hochschule mehrmals. Bei der Studenten-Europameisterschaft in Braga (Eusa-Games) musste sich der UFC 2019 dem spanischen Vertreter aus Murcia erst im Endspiel knapp und unglücklich mit 2:3 beugen.

Es geht weiter vorwärts. In der Liga ist Münster auch in dieser Serie das Nonplusul­tra. „Wir wollen jetzt vermehrt auf die europäische Bühne“, bekräftigt Nehm nochmals den großen Wunsch des Vereins. Dafür sucht er noch finanzstarke Partner.

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