Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Hübscher vollzieht Strategiewechsel

Münster -

Harte Zeiten erfordern immer auch ein Stück weit ein Umdenken. Preußen-Trainer Sven Hübscher stellt sich nach einer ellenlangen Negativserie nun nicht mehr wie gewohnt vor seine Mannschaft, sondern kündigt nach einer aufschlussreichen Trainingswoche Veränderungen für das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Montag an.

Freitag, 08.11.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 19:41 Uhr
Preußen-Trainer Sven Hübscher kündigt einige personelle Überraschungen an.
Preußen-Trainer Sven Hübscher kündigt einige personelle Überraschungen an. Foto: Jürgen Peperhowe

Bislang trat Sven Hübscher immer gefasst, gelassen, nett und ruhig auf, manchmal auch zu einem Scherz neigend. Wenn er Rede und Antwort stand, ein, zwei Tage vor einem Punktspiel, dann nahm er sein Team stets ins Schutz, positiv denkend, Optimismus verbreitend. Es passte kein Blatt zwischen den Übungsleiter der SC Preußen Münster und seine Schutzbefohlenen. Nicht, dass er nun wie ein Steinzeitmensch die Keule schwang, aber der Ton war rauer an diesem Freitag, 78 Stunden vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Montag um 19 Uhr. Ein Hauch von Tacheles lag in der Luft.

Spekulationen über „Neue“ in der Startelf

„Ich habe den Kaffee nicht komplett auf, aber ich schaue noch genauer hin. Diese lange Trainingswoche ist entscheidend dafür, wen ich aufstelle“, sagte er. Es lag dabei auch Zündstoff in dieser Aussage, weil es gleichzeitig die Ansage an all diejenigen war, die bislang Erbhöfe im SCP-Team zu haben glaubten. Der 40-Jährige machte die Tür auf für Spekulationen über „Neue“ in der Startelf. Nach zehn Partien ohne Sieg und dem Absturz auf den vorletzten Rang drehte Hübscher an dieser Personal-Schraube. Meistens kann sie nur noch einmal fester angezogen werden, ist sie überdreht, wird danach alles wieder ganz locker und instabil. Aber, so der Preußen-Trainer weiter: „Ich habe echt keinen Bock mehr zu erklären, warum wir drei Tore schießen und nicht gewinnen.“ Schonfrist vorbei. Für alle. Das gilt auch für das Trainer-Team. Denn natürlich räumte damit Hübscher indirekt auch eigene Fehler ein.

Montag könnte es Überraschungen geben

In Ingolstadt nach 2:0-Führung noch 2:3 verloren, daheim gegen Chemnitz nur 3:3 gespielt . Es waren die letzten beiden Belege dafür, dass die Preußen einfach durch die Bank schlecht und ineffektiv verteidigen. An Namen wollte das Hübscher nicht festmachen, aber er hatte eine Trainingswoche erlebt – auch das war neu –, in der nicht alle voll mitzogen, in der einige im 80-minütigen Trainingsspiel deutlich besser waren als andere. Und ein bisschen kryptisch deutete Hübscher an, dass es wohl Veränderungen der überraschenderen Art am Montag geben könne. Details später, am Montag so gegen kurz vor 19 Uhr ...

„Matchday minus drei“, erklärte er lakonisch. Samstag und Sonntag wird noch trainiert, da können sich zum Beispiel noch Nobodys wie Dominik Klann oder Nicolai Remberg in Position bringen – wenn Hübscher seiner neuen Linie treu bleibt. Nur die Besten des Trainingswoche dürfen gegen den Tabellenfünften ran.

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