Poolbillard: Deutsche Meisterschaft
Münsteraner Kuckherm holt nervenstark den zweiten Titel

Münster -

Schon in der Disziplin 9-Ball war an Lars Kuckherm kein Vorbeikommen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen holte der Münsteraner im 10-Ball nun sogar noch einen zweiten Titel. Den Sieg bei der German Tour setzte er noch oben drauf. Zwei weitere Viertelfinalteilnahmen gingen so fast schon unter.

Mittwoch, 13.11.2019, 16:24 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 16:29 Uhr
Und der Deutsche Meister im 10-Ball ist: Lars Kuckherm!
Und der Deutsche Meister im 10-Ball ist: Lars Kuckherm! Foto: privat

Die große Party fiel aus. Ein Essen mit Freundin und Freunden, dafür reichte es. Dabei hatte Lars Kuckherm bei den Deutschen Billard-Meisterschaften groß abgeräumt. Zwei Meistertitel sicherte sich der Münsteraner, der für PBC Oberhausen in der Bundesliga spielt, und erreichte in den beiden anderen Disziplinen des Poolbillards zudem noch das Viertelfinale. Es dürfte sein Jahr sein, schließlich hatte er sich schon vor der DM in Bad Wildungen den Gesamtsieg in der German Tour 2019 gesichert, der Rangliste für nationale Turniere im Poolbillard. „Großartig, ich bin sehr zufrieden“, sagte der Münsteraner, der beim BSC seinen Heimatverein hat.

Auch der Bundestrainer Tomas Damm wurde auf Kuckherm aufmerksam. Die Tür zur Nationalmannschaft hat der 26-Jährige weit aufgestoßen, zudem winkt ein Platz im Bundeskader – und damit im Mai des kommenden Jahres die Teilnahme an der Europameisterschaft in Finnland. Für Kuckherm könnte sich der Kreis schließen, schließlich wurde er vor zehn Jahren Jugend-Europameister.

Europäische Titelkämpfe in Finnland, das hätte was. „Das dürfte zu 95 Prozent sicher sein“, freut sich der Münsteraner über diese sportliche Entwicklung.

Was das Jahr sonst noch so sportlich bringt? Ende November spielt Kuckherm ein Preisgeldturnier in Göttingen. Mitte Dezember steht dann noch der Doppel-Spieltag in der Bundesliga in Oberhausen auf dem Programm. Kuckherm wird mit dem Selbstbewusstsein eines Doppelmeisters in die Partien gehen können.

Bad Wildungen war jedenfalls ein Riesending. Zum Auftakt der zehntägigen Titelkämpfe gewann er das 9-Ball-Turnier. Im Anschluss spielte er nicht mehr so stark, wie er es sich erhofft hatte. Immerhin erreichte er im 8-Ball und im 14.1 Endlos jeweils das Viertelfinale.

Zum Ende der Veranstaltung meldete sich Kuckherm dann aber zurück, ihn warf auch ein Fehlstart beim 10-Ball nicht aus der Bahn. Gegen Valery Kuloyants verlor er in der ersten Runde mit 3:6. Kuckherm ließ sich in seiner Lieblingsdisziplin aber nicht lumpen und gewann auf der sogenannten Verliererseite alle sieben folgenden Partien – sowie im Finale mit 8:6 gegen Sebastian Ludwig. „Ja, das ist schon meine stärkste Disziplin. Es war schon ein ungewöhnlicher Turnierverlauf für mich“, befand er. Auch gegen Kuloyants nahm er erfolgreiche Revanche und gewann im Viertelfinale mit 8:3 recht deutlich

Auf einen Meistertitel, seinen ersten bei den Herren, hatte er gehofft. Nun sind es zwei geworden. 2019 ist für ihn eine Top-Spieljahr.

Ansonsten rückt dann bis Ende April der Job wieder in den Vordergrund. Bis dahin will Kuckherm die Weiterbildung bei der IHK zum Wirtschaftsfachwirt erfolgreich abgeschlossen haben. Dann dürfte auch schon Finnland locken, Tampere mit der Star Arena von Pirkkala. Auf Lars Kuckherm warten noch genügend Aufgaben.

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