Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC Münster spielt gut – verliert aber klar in Schwerin

Münster -

Dritte Niederlage in Serie für den USC Münster: Beim Rekordmeister Schwerin gab es am Mittwoch bei der 0:3-Niederlage vor 1700 Zuschauern nichts zu holen. Trainer Teun Buijs sah dennoch eine gute Leistung seines Teams.

Mittwoch, 13.11.2019, 21:08 Uhr
Im Zwiegespräch: USC-Trainer Teun Buijs und Mittelblockerin Demi Korevaar.
Im Zwiegespräch: USC-Trainer Teun Buijs und Mittelblockerin Demi Korevaar. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn draußen die Blätter fallen, hat die Volleyball-Bundesliga Konjunktur. Dieser Herbst entwickelt sich aber so gar nicht nach dem Geschmack des USC. Im sechsten Ligaspiel setzte es am Mittwochabend bereits die vierte Niederlage für die Unabhängigen. Sie kam keineswegs überraschend, beim Rekordmeister Schwerin sind schon ganz andere vom Ast gestürzt. In 74 Minuten unterlag Münster 0:3 (21:25, 17:25, 18:25). Wieder einmal wurde den Gästen nachher bemerkenswertes Potenzial bescheinigt. Doch in der Gegenwart gibt es für die Zukunft keine Punkte.

Münsters Hoffnungen auf eine Sensation reduzierten sich schon vor dem Anpfiff auf ein Minimum. Nach Zuspielerin Taylor Nelson meldete sich auch Angreiferin Ivana Vanjak mit einer Bauchmuskelzerrung ab. „Eine Vorsichtsmaßnahme, wir wollten kein Risiko eingehen. Ivana hatte schon am Sonntag Probleme“, erklärte Trainer Teun Buijs. Ohne die Nationalspielerin büßten die Gäste natürlich an Schlagkraft ein.

In der ausverkauften Schweriner Halle machte Münster trotz der Niederlage ein gutes Spiel. Vor allem in den Sätzen eins und zwei trat der USC selbstbewusst und couragiert auf. Gestützt auf eine starke Annahme warf sich die Mannschaft in den Kampf – der Favorit hatte Probleme, erst spät in den Sätzen erspielte sich der SSC die entscheidenden Vorteile. Meistens über McKenzie Adams (16 Punkte) und Greta Szakmary (10) auf den Außenpositionen. „Ich hatte schon das Gefühl, dass wir die Dinge unter Kontrolle haben. Aber Münster ist immer gefährlich“, sagte Schwerins Zuspielerin Denise Hanke nach der Partie.

Tatsächlich hielt sich der USC lange im Geschäft. Zuspielerin Sarah van Aalen verteilte die Bälle gut, es gab gewiss Möglichkeiten, den Gastgeber mehr als nur zu ärgern. Schlussendlich erwies sich an diesem Tag der Angriff als Achillesferse: Schwerin agierte am Netz mit hoher Effizienz, Münster gelang dies nicht. „Das hat auch etwas mit Kraft zu tun. Heute war dies der Unterschied“, befand Buijs. Weniger als 30 Prozent der Angriffe führten zum Erfolg, eine richtig gute Quote hatte nur Demi Korevaar im Mittelblock. Punktbeste USC-Spielerinnen waren Liza Kastrup und Lina Alsmeier (je 10).

Münster gab sich kämpferisch. Auch dann noch, als das Spiel nahezu entschieden war. Mit einem 8:1-Lauf arbeitete sich das Team im dritten Satz noch einmal von 8:18 auf 16:19 heran. Mehr ließ Schwerin nicht zu. „Ich denke, wir haben es heute über weite Strecken trotzdem sehr gut gemacht“, befand Libera Linda Bock. Gemeinsam mit Luisa Keller und Alsmeier machte sie in der Annahme einen exzellenten Job. Ohnehin fuhr der USC nicht im Frust heim. „Die Mannschaft hat überzeugt und wieder etwas dazu gelernt. Wir können insgesamt zufrieden sein mit diesem Spiel“, konstatierte Buijs.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7064157?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker