Reiten: Weltcup
Reichlich Programm für Klimke, Langehanenberg und Bölting in Stuttgart

Münster -

Ingrid Klimke, Helen Langehanenberg, Vanessa Bölting, Gerrit Nieberg, Philipp Schulze Topphoff – zahlreiche Münsteraner sind in dieser Woche beim German Masters in Stuttgart am Start. Einige saßen bereits im Satteln, für andere wird es am Wochenende ernst.

Donnerstag, 14.11.2019, 15:12 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 15:56 Uhr
Vanessa Bölting hat ihren Start in Stuttgart schon hinter sich. Mit Carlos platzierte sie sich im Indoor-Derby als Achte.
Vanessa Bölting hat ihren Start in Stuttgart schon hinter sich. Mit Carlos platzierte sie sich im Indoor-Derby als Achte. Foto: imago/Hartenfelser

Das German Masters in Stuttgart hat sich längst in die Riege bedeutender Hallenturniere eingereicht. Auch bei der 35. Auflage geht es in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle im Springen, in der Dressur und im Fahren um Weltcup-Punkte, dazu garniert das Indoor-Derby der Vielseitigkeit das üppige Programm. Kurzum: Die fünftägige Veranstaltung in der Schwabenmetropole ist für die Reiter etwas Besonderes, auch für die aus Münster.

Ihren ersten Auftritt hatte bereits am späten Mittwochabend Ingrid Klimke. Als Einzel- und Teameuropameisterin der Vielseitigkeit durfte sie in der Prüfung über Naturhindernisse nicht fehlen. Im Sattel von Weisse Düne drehte sie vor 7100 begeisterten Zuschauern eine rasante Runde, die Uhr stoppte für Klimke nach 38,47 Sekunden. Eine gute Zeit, die aber zwei Iren unterboten. Der EM-Dritte Cathal Daniels setzte mit Alcatraz in 36,65 Sekunden die beste Marke, sein Landsmann Padraig McCarthy war mit Rosemaber Lancuest drei Zehntel langsamer. Auf Rang acht folgte mit Vanessa Bölting (RFV Zum Rieselfeld) eine zweite Münsteranerin. Mit Carlos war sie in 41,61 Sekunden als Achte des 19er-Felds noch platziert.

Für Klimke war es der Auftakt beim German Masters, die Reiterin des RV St. Georg Münster hat mit Franziskus ein zweites Pferd mit nach Stuttgart gebracht. Mit dem elf Jahre alten Hengst startet sie in der Special-Tour der Dressur, die Generalprobe am vergangenen Wochenende in Ankum verlief vielversprechend. Sowohl den Grand Prix (74,067 Prozent) als auch den folgenden Special (74,150) gewann die Reitmeisterin, Franziskus zeigte sich dabei nach einer längeren Pause – zuletzt war der Holkenbrink-Hengst beim Turnier der Sieger vor dem Schloss gegangen – von seiner besten Seite. „So gut wie in Ankum habe ich mit Franz noch keinen Special hinbekommen“, sagte Klimke beim Portal „Dressursport Deutschland“.

Jeweils Zweite hinter Klimke wurde in Ankum Helen Langehanenberg mit Annabelle. Ihre Stute hatte Ende Oktober im polnischen Zakrzów in der Zentraleuropa-Liga ihr Weltcup-Debüt gefeiert. Mit einem „halb guten Turnier“, wie die 37-Jährige nach Platz acht im Grand Prix und dem sehr ansprechenden vierten Rang in der Kür meinte. In Stuttgart geht es für Langehanenberg nun erneut in der Westeuropa-Tour um Weltcup-Zähler, die Finaldritte des Vorjahres sattelt dabei wieder Damsey. Das Paar war zum Auftakt der Saison im dänischen Herning auf Platz drei gelandet – wie 2018 in Stuttgart, wo Isabell Werth und Dorothee Schneider vor ihr lagen.

Mit einem guten Ergebnis ist Gerrit Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck) ins German Masters gestartet. Am Donnerstag belegte er beim Sieg von Felix Haßmann mit Brazonado (56,09 Sekunden) im Eröffnungsspringen Platz drei. Mit Ben blieb er in 61,16 Sekunden fehlerfrei. U-21-Europameister Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel) und Avantus, die 35. wurden, leisteten sich zwei Abwürfe. Im folgenden Zwei-Phasen-Springen kam das Paar auf den 27. Rang.

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