Fußball: Tribünengespräch
TuS Hiltrup und 1. FC Gievenbeck in Torlaune

Münster -

Fünf Tore schossen beide, doch beim TuS Hiltrup war es im Top-Spiel eine ganz enge Kiste, der 1. FC Gievenbeck machte die Sache hingegen deutlich. Gute Chancen, als Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen, besitzt unterdessen Westfalia Kinderhaus.

Montag, 02.12.2019, 15:22 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 18:20 Uhr
Kapitän Marcel Leeneman umkurvt seinen Vredener Gegenspieler. Der TuS feierte am Sonntag seinen dritten Erfolg in Reihe.
Kapitän Marcel Leeneman umkurvt seinen Vredener Gegenspieler. Der TuS feierte am Sonntag seinen dritten Erfolg in Reihe. Foto: Peter Leßmann

Dritter Sieg in Reihe, beim TuS Hiltrup könnte die Stimmung in diesen Tagen nicht viel besser sein. Nach dem 5:4-Spektakel gegen die als Spitzenreiter angereiste Spielvereinigung Vreden saßen Mannschaft und Christian Hebbeler noch einige Zeit zusammen. Der Trainer spendierte eine Runde Obergäriges, während der im TuS-Heim üblichen Pressekonferenz zuvor wäre er beinahe mit einem Hut durch die Reihen der Kiebitze gegangen. „Es gab gewiss keinen Zuschauer, der sich gelangweilt hat. Da hätte man auch einen Spitzenspiel-Aufschlag nehmen können“, sagte Hebbeler augenzwinkernd. Wichtig war und ist dem seit Sommer angestellten Coach diese Botschaft: „Mir wird auf den Tribünen zu sehr über die Spieler gesprochen, die ein bisschen Oberliga-Erfahrung haben. Da kommen mir die, die aus der Bezirks- oder Landesliga kommen und den Sprung geschafft haben, eindeutig zu kurz. Und davon haben wir eine ganze Reihe.“

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, dazu noch ein kleines Feuerwerk gegen GW Nottuln: Auch Liga-Konkurrent 1. FC Gievenbeck schoss am Sonntag fünf Tore und läuft endlich in der Spur. Damit nimmt das mäßige Jahr wohl doch noch ein versöhnliches Ende. „Ganz ehrlich, wir sind froh, wenn 2019 vorüber ist“, sagt Trainer Benjamin Heeke. Trotz einiger Enttäuschungen bescheinigt er seinen Schützlingen eine vorbildliche Einstellung. „Die Jungs haben auch in der Ligapause weiter Gas gegeben, da war im Training richtig Feuer drin.“ Das sei auch die Basis für den Kantersieg gegen Nottuln gewesen. „So kurz vor der Winterpause ist vieles Kopfsache bei Mannschaften, die im Mittelfeld stehen. Vielleicht war Nottuln ein bisschen zufriedener als wir und gedanklich schon unter dem Weihnachtsbaum.“

Der ist in Kinderhaus noch nicht aufgestellt. Mit dem 1:0 im Gipfeltreffen beim SV Mesum übernahm der Landesligist die Spitze und hat nun gute Aussichten, als Primus zu überwintern. Erstmals nach sechs Partien mit mindestens einem Gegentor blieb die Westfalia ohne Einschlag. „Wir hatten durchaus Glück“, räumte Trainer Marcel Pielage ein. Zur Gesamtsituation sagte er: „Ich glaube, in Kinderhaus sind zurzeit alle sehr glücklich.“

Nicht ganz so gut wird die Stimmung beim Bezirksligisten VfL Wolbeck sein. Platz zehn ist weniger als erhofft – und nun muss das Team auch noch am dritten Advent ran. Das wegen Nebels ausgefallene Spiel beim SC Hörstel wird am 15. Dezember nachgeholt.

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