Reiten: K+K-Cup
Begehrte Plätze im und am Parcours

Münster -

Der K+K-Cup bringt seit vielen Jahren ländliche Reiterei und Spitzensport unter einen Hut. Der Termin am Jahresanfang hat sich etabliert. Diesmal wird das Turnier vom 8. bis 12. Januar ausgetragen. Teilnehmer wie Jan Wernke oder Jil-Marielle Becks können es kaum erwarten.

Dienstag, 03.12.2019, 15:56 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 19:50 Uhr
Jan Wernke, der mit Queen Mary im Januar die erste Quali zum Großen Preis gewann, ist erneut beim K+K-Cup dabei.
Jan Wernke, der mit Queen Mary im Januar die erste Quali zum Großen Preis gewann, ist erneut beim K+K-Cup dabei. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Weihnachtsfest kommt Jahr für Jahr und immer wieder überraschend. Kaum hat man sich versehen, da steht Heiligabend vor der Tür. „Für ein passendes Geschenk sollte man sich da schon ranhalten“, sagt Oliver Schulze Brüning und verteilt damit einen allgemein gültigen sowie gleichzeitig mit Blick auf den anstehenden K+K-Cup (8. bis 12. Januar) einen speziellen Ratschlag. Denn der Vorverkauf für das 147. Reit- und Springturnier in der Halle Münsterland lief einmal mehr prächtig. „Der Andrang war gewaltig, am Donnerstag und Samstag sind wir am Limit, für Sonntag gibt es noch Restkarten, und auch die Abendkassen werden wir öffnen“, erklärt der Vorsitzende des gastgebenden Reiterverbands Münster.

Die große Nachfrage ist ein sicheres Indiz für den hohen Stellenwert, den der K+K-Cup in Münster und Umgebung genießt. Das Konzept, das die ländliche Reiterei (mit der „Bauernolympiade“ als Höhepunkt) sowie den Spitzensport unter ein Dach bringt, funktioniert und findet Anklang bei Publikum wie Aktiven. „Die Stimmung in Münster ist genial, die Atmosphäre in der engen Halle besonders“, sagt Jan Wernke, der einen Start am Albersloher Weg als „Herausforderung“ bezeichnet. „Ich hatte immer ein bisschen Respekt vor dieser Halle, bin erst vor zwei Jahren so richtig reingekommen. Aber wenn man es hier schafft, weiß man, was man geleistet hat.“

Der 30-Jährige weiß, wovon er redet. Im Januar 2019 gewann er mit Queen Mary die erste Qualifikation zum Großen Preis, ein Jahr zuvor wurde er in diesem Springen Zweiter. „Freitags hat es zuletzt in Münster gut geklappt, sonntags noch nicht so. Das soll sich ändern. Ich bin heiß auf das Turnier und will voll angreifen. Um den Großen Preis aber zu gewinnen, muss man einen Sahnetag erwischen“, so der deutsche Vizemeister.

Einen solchen – oder vielmehr ein Sahnewochenende – erwischte vor elf Monaten Katrin Eckermann. Sieg im Championat, Sieg im Finale der Mittleren Tour, Sieg im Großen Preis – mehr geht kaum. Nicht nur deswegen gehört die stets zügig reitende 29-Jährige zu den Anwärtern auf die Goldene Schleife, zu denen auch die Haßmann-Brüder Felix und Toni, Gerrit Nieberg oder Markus Brinkmann zählen. „Wenn man nach Westfalen kommt, sieht man, wie viele gute Reiter es hier gibt. Diese will ich als Weser-Ems-Reiter natürlich ärgern“, sagt Wernke, der mit dem U-21-Europameister Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel) auch einem Lokalmatadoren eine Menge zutraut. Der 21-Jährige führt die Riege der jungen Wilden (zu den deutschen Startern kommen auch Top-Nachwuchsleute aus den Niederlanden und aus Belgien) an, die in Münster regelmäßig den Etablierten einheizen.

Jung und erfolgreich ist auch Jil-Marielle Becks (22), die U-25-Mannschaftseuropameisterin fasst immer mehr Fuß auf Grand-Prix-Niveau. In Münster will sie weitere Erfahrungen auf internationalem Level sammeln und sich im gut besetzten Feld um Helen Langehanenberg, Ingrid Klimke, Anabel Balkenhol, Dorothee Schneider oder Kristina Bröring-Sprehe – sie gibt ihr Comeback nach ihrer Babypause – behaupten. „Münster gibt mir die Chance zu sehen, wo ich stehe. Zu den Favoriten würde ich mich eher nicht zählen“, sagt die Sendenerin Becks.

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