Fußball: Bezirksliga
Der VfL Wolbeck hat richtig Spaß zu siegen

Münster -

Das ist eine Überraschung: Das Derby entschied am Sonntag der VfL Wolbeck mit 4:2 gegen Borussia Münster für sich. Die Gastgeber waren das bessere Team und triumphierten am Ende verdient gegen schwache Borussen.

Sonntag, 08.12.2019, 19:34 Uhr
Gleich hebt er ab:
Gleich hebt er ab: Foto: fotoideen.com

Der Borussen-Fan zog sein Fazit schon nach einer halben Stunde: „Hinten funktioniert gar nichts, vorne auch nicht, und das Mittelfeld existiert nicht.“ Na ja, mit solch einem Manko lässt sich auch in der Bezirksliga kaum einen Blumentopf gewinnen. Nur gut, dass Borussia Münster noch einen Torwart dabei hatte. Schlecht nur, dass ausgerechnet Philipp Oluts bei zwei Freistößen des VfL Wolbeck nicht im Bilde war. Damit trug auch der Keeper des Bezirksliga-Spitzenreiters seinen Teil dazu bei, dass der Gastgeber in diesem Derby einen völlig verdienten 4:2 (2:0)-Sieg feiern durfte.

Waren die Wolbecker im Hinspiel mit einem 2:1-Erfolg die Glücklicheren, so waren sie am Sonntag beim 4:2 die Besseren. Und das nicht nur deshalb, weil die Gäste einen ziemlich schwarzen Tag erwischt hatten. Noch einmal der Borussen-Fan: „Nicht zu fassen. Keine Flanke kommt an, kein Ball wird gestoppt, kein Gegner gestört, und nicht eine Torchance für uns. Nicht anzusehen.“ Das alles sah Alois Fetsch komplett anders. Der Wolbecker Cheftrainer hatte ein starkes Spiel seiner Mannschaft erlebt, „weil wir heute richtig Spaß hatten“. Man hatte sich einen Matchplan überlegt, der zwar viel Laufbereitschaft kostete, aber auch eine Menge Ertrag brachte. „Wir wollten Borussia so früh attackieren, dass sie gar nicht erst ihr Spiel finden. Über weite Strecken ist uns das auch gelungen.“ Korrekte Analyse.

Denn im ersten Abschnitt hatte nur der VfL seine Möglichkeiten. Der Freistoß von Robin Westhues nach 24 Minuten musste nicht zwingend im Netz zappeln, aber Gästekeeper Oluts griff halt daneben. Vier Minuten später bereitete Luca Rehberg mustergültig vor, so dass Benedikt Sollik nur noch einschieben musste. Nach der Pause keimte beim Gast Hoffnung auf, als Manoel Schug (47.) der Anschlusstreffer gelang. Aber erneut Westhues, diesmal mit einem Freistoß aus gefühlt 40 Metern, stellte den alten Abstand wieder her. Der Rest ist schnell erzählt: Borussia machte auf, Wolbeck vergeigte sämtliche Konterchancen. Als erneut Schug (89.) zuschlug, war es eigentlich schon zu spät. Yannick Lubitz blieb es vorbehalten, den Sack endgültig zuzumachen. „Wir sind zwar Spitzenreiter, wir sind aber auch Aufsteiger. Wir werden nicht durch diese Liga marschieren, das ist unserer jungen Truppe völlig klar. Und bei einem gestandenen Bezirksligisten, wie dem VfL Wolbeck, können wir durchaus verlieren. Und das vollkommen verdient.“ Ehrliche Analyse von Borussen-Trainer Yannick Bauer. Und der Fan telefonierte: „Das war gar nichts. Aber das habe ich schon nach einer halben Stunde gesehen.“

Wolbeck: Klein – J. N. Tegtmeier, Bodin, Schroer, Speckmann – Sollik (78. Lubitz), Westhues, Bensmann (55. Höppner), Vette – Thewes, Rehberg (45. Gadau/82. J. Tegtmeier).

Borussia: Oluts – Gimbel, Konopka, Hupe, Landas – Finger, Koopmann (72. Flügel), Ueberfeld (54. Ta), Kovacevic (62. Demir)– Betet (58. Schmidt), Schug

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