Fußball: 3. Liga
Preußen-Sportchef Metzelder stellt sich vor Interimstrio

Münster -

Wer in der jüngeren Vergangenheit kramt, findet wenig bis keine Ansätze für einen Preußen-Sieg am Freitag gegen Magdeburg. Vor 17 Jahren aber gewann der SCP tatsächlich gegen diesen Gegner. Der heutige Sportchef Malte Metzelder stand damals auf dem Feld. Aktuell hat er ganz andere Brandherde zu klären.

Mittwoch, 11.12.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 19:33 Uhr
Sportchef Malte Metzelder war nach dem 1:3 in Meppen ebenfalls schwer enttäuscht.
Sportchef Malte Metzelder war nach dem 1:3 in Meppen ebenfalls schwer enttäuscht. Foto: Jürgen Peperhowe

Malte Metzelder weiß, wie man gegen den 1. FC Magdeburg gewinnen kann. Acht Punktpartien bestritt Preußen Münster in der Regionalliga Nord sowie der 3. Liga seit 2001 gegen die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt. In der aktuellen Spielklasse wurden von 2015 bis 2018 alle sechs Spiele verloren, also auch die drei zu Hause. Nur ein einziges Mal gelang ein Erfolg, und der liegt schon über 17 Jahre zurück. Damals spielte Metzelder Jung-Profi (19) in der Innenverteidigung des SCP, Münster gewann vor 3850 Zuschauern mit 4:1. Zwei Treffer von Carlos Castilla sowie Tore von Kais Manai und Stephan Küsters bescherten dem Regionalligisten damals den Sieg. Münster verließ dadurch den vorletzten Rang in der Tabelle der Nord-Staffel und verbesserte sich auf Platz 16.

Aufbauarbeit ist nötig

Metzelder würde am Freitag um 19 Uhr allein ein Sieg reichen, es muss ja nicht gleich ein 4:1 sein. Gegen den Achten und Zweitliga-Absteiger aus Magdeburg will der SCP den Bann brechen. Nur drei Vorbereitungstage bleiben, nachdem die Preußen am Montag mit 1:3 beim SV Meppen abgewatscht wurden. Seit quälend langen 14 Punktpartien warten die Adlerträger nun auf einen Sieg in der Liga.

Metzelder rückt im Vorfeld aus seiner Sicht zwei, drei Dinge gerade. Er sei nach der Partie in Meppen nicht abgetaucht, sondern habe nach Spielschluss jeden Akteur abgeklatscht, die Mannschaft in die Fankurve geschickt und später in der Kabine versucht, Aufbauarbeit zu leisten. Er sei mit der Mannschaft die gut 110 Kilometer zurückgefahren. Auch stellte er sich im Gespräch mit unserer Zeitung hinter sein neues Trainerteam um Arne Barez sowie die Assistenten Sören Weinfurtner und Kieran Schulze-Marmeling.

Der Ausgang des Spiels in Meppen wäre nichtsdestotrotz für alle eine große Enttäuschung gewesen, Magdeburg sei für das Trio die nächste Chance, den Bock umzustoßen. Der Neuanfang nach der kurzen Ära von Sven Hübscher war maximal frustrierend, Freitag soll es der SCP deutlich besser machen. Wobei Barez & Co. personell umbauen müssen.

18. Spieltag - Saison 2019/20: SV Meppen - Preußen Münster

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  • Nach zuvor 13 sieglosen Spielen stand mit Interimscoach Arne Barez (r.) beim SCP einer neuer Trainer an der Seitenlinie.

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  • Mit dem neuen Übungsleiter hofft Preußen Münster, zurück in die Erfolgsspur finden zu können. Bereits im Auswärtsspiel beim SV Meppen.

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  • Unterstützt wird der Interimscoach Barez (r.) von Sören Weinfurtner, dem Trainer von der U23 des SCP.

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  • Zum Erfolg beitragen wollte auch SCP-Stürmer Heinz Mörschel (M.).

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  • Meppens gefährlichster Spieler ist Deniz Undav (l.) - hier im Duell mit Ole Kittner.

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  • Mit einem Sieg im Emsland wollten die Adlerträger wieder in der Tabelle Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze erreichen.

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  • Hier stemmt sich SCP-Aktuer Julian Schauerte (M.) gegen Meppens Deniz Undav, doch dieser war nicht auszuschalten vom SCP – und erzielte bereits in der 14. Spielminute das 1:0 für die Gastgeber.

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  • Von draußen versuchten Arne Barez (r.) von Sören Weinfurtner, Einfluss aufs Spiel zu nehmen.

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  • Doch der SV Meppen war die spielbestimmte Mannschaft und...

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  • ...erzielte in der 67. Spielminute das 2:0.

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  • Noch einmal versuchte SCP-Interimscoach Arne Barez durch Kommandos eine Wende im Spiel zu bewirken.

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  • An diesem Abend stand der stärkste Adlerträger zwischen den Pfosten: Max Schulze Niehues verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand. Doch es gelang ihm nicht, die nächste Auswärtsniederlage zu verhindern. Zwar verkürzte der SCP durch einen Treffer von Rufat Dadashov (75. min) noch auf 1:2 – doch das Tor des Meppeners René Guder in der 84. Spielminute bedeutete die Entscheidung. Die Preußen mussten mit einer Pleite im Gepäck die Heimreise antreten.

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  • Die Entscheidung: das 3:1 durch Rene Guder.

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  • Kurz vor Spielende sah Niklas Heidemann noch zu allem Überfluss die Rote Karte.

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  • Es folgen weitere Impressionen...

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Personelle Veränderung

Niklas Heidemann ist nach der Roten Karte wegen einer Notbremse auf jeden Fall gesperrt, ob er am 21. Dezember (Samstag, 14 Uhr) gegen 1860 München zum Jahresabschluss wieder einsetzbar ist, entscheidet das DFB-Sportgericht mit der Verhängung des Strafmaßes in den nächsten Tagen. Ersetzen könnte ihn fürs Erste Philipp Hoffmann, der schon in einer Fünfer- oder Viererreihe links eingesprungen ist. Notfalls käme auch der aber gerade erst genesene Alexander Rossipal infrage.

  • Die SCP-Homepage ist erneut „gehackt“ worden und war am Mittwoch nicht erreichbar. Der Verein plant sowieso einen kompletten Relaunch der Website in naher Zukunft, die aktuelle Seite soll zudem möglichst zeitnah wieder zu erreichen sein für die Anhänger.
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