Futsal: Länderspiel
Deutsche Studentinnen mit UFC-Einschlag trotzen Ukraine beim Debüt 3:3 ab

Münster -

Das allererste Länderspiel einer deutschen Studentinnen-Auswahl fand in Münster statt. Wie passend, dass der heimische UFC einen Großteil des Kaders und des Trainerteams stellte. Das 3:3 gegen die Ukraine war am Ende ein mehr als beachtliches Resultat.

Sonntag, 15.12.2019, 20:16 Uhr
Vorfreude vor dem An- und Jubel nach dem Abpfiff: Die deutsche Studentinnen-Auswahl trotzte der Ukraine ein 3:3 ab.
Vorfreude vor dem An- und Jubel nach dem Abpfiff: Die deutsche Studentinnen-Auswahl trotzte der Ukraine ein 3:3 ab. Foto: Michael C. Möller

Viel besser hätte man das Drehbuch für eine Premiere wohl nicht schreiben können. In ihrem ersten Spiel hat die Futsal-Nationalmannschaft der Studentinnen der renommierten Auswahl der Ukraine ein Remis abgetrotzt und mit dem 3:3 (2:1) „ein dickes Ausrufezeichen“ gesetzt, wie Teammanager Georg von Coelln zufrieden feststellte. Den Ausgleich Sekunden vor dem Ende erzielte Wencke Grütter, die mit acht weiteren Spielerinnen, dem Trainerduo Eike Wessels/Julian Offermann, Torwarttrainer Moritz Auth und von Coelln den UFC Münster beim internationalen Debüt der deutschen Auswahl vertrat.

In der Uni-Halle am Horstmarer Landweg entwickelte sich am Samstag vor 150 Zuschauern gerade in der ersten Halbzeit ein Schlagabtausch auf hohem Niveau. Deutschland verlangte den Osteuropäerinnen, die mit Iuliia Forsiuk, Ksenia Hrytsenko und Anna Shulha drei Nationalspielerinnen in ihren Reihen hatten, alles ab. Den Rückstand durch Shulha (2.) egalisierte Münsters Thea Fullenkamp (12.), die Osnabrückerin Pia Liening-Ewert sorgte direkt vor der Pause für die Führung. „Die erste Halbzeit war richtig toll, das war Futsal zum Zungeschnalzen“, so von Coelln.

Nach dem Wechsel aber verlor Deutschland den Faden und die Ordnung, agierte mitunter „chaotisch und unsortiert“, wie der Teammanager und UFC-Präsident befand. Die Treffer von Forsiuk (23.) und Vira Diatel (27.) waren die Folge der ukrainischen Überlegenheit, UFC-Torhüterin Kathrin Klimas verhinderte einige Male die Vorentscheidung. Aus der Druckphase aber befreite sich der Gastgeber wieder und kam vermehrt zu Offensivaktionen. 40 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Wessels eine letzte Auszeit. „Eine Chance bekommen wir noch“, sagte der Coach – und behielt recht. Grütter zog ab und sorgte mit dem 3:3 für riesigen Jubel. „Ich habe vorher gewusst, dass wir mithalten können. Dass wir aber gleich gegen eine so starke Nation wie die Ukraine ein 3:3 schaffen, war schon überraschend. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte von Coelln.

Das Fazit des Wochenendes, das auch das 1:4 (1:2) im inoffiziellen Trainingsspiel am Sonntag in der DJK-Halle an der Coburg – zum zwischenzeitlichen 1:1 traf mit Laura Rieping eine weitere UFC-Spielerin – nicht trübte. Die Einheiten am Freitag sowie am Samstag- und Sonntagmorgen, die Videoanalyse sowie die abschließende Besprechung verdeutlichten, dass die deutschen Futsal-Frauen zumindest auf universitärem Niveau internationale Klasse verkörpern.

„Wir haben die Zeit intensiv genutzt und einen Schritt nach vorne gemacht“, sagte von Coelln, der im Sommer mit der deutschen Auswahl bei der Studierenden-WM in Posen dabei sein wird. „Auch dort werden wir uns gut verkaufen“, ist sich der Futsal-Fachmann sicher, der aus dem ukrainischen Lager Komplimente für den Premierenauftritt erhielt. „Und die gab es nicht nur als Gastgeschenk. Die waren ernst gemeint“, sagte von Coelln.

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