Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft
Münster 08 kickt Borussia im letzten Spiel noch aus dem Turnier

Münster -

Wie erwartet qualifizierten sich am Samstag am ersten Zwischenrundentag Preußen Münster II, der BSV Roxel und der TuS Hiltrup für die Endrunde. Spannend wurde es vor allem am Ende zwischen dem SC Münster 08 und Borussia Münster. Der A-Ligist fuhr seine beste Turnierleistung auf und sicherte sich das Ticket für Montag.

Samstag, 28.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 29.12.2019, 16:08 Uhr
Sowohl für Samir Betet (l.) und Borussia als auch für Hatin Maliki vom FC Münster 05 war in der Zwischenrunde das Turnier vorbei.
Sowohl für Samir Betet (l.) und Borussia als auch für Hatin Maliki vom FC Münster 05 war in der Zwischenrunde das Turnier vorbei. Foto: Peter Leßmann

1889 Zuschauer sahen am Samstag Teil eins der Zwischenrunde am Berg Fidel. Eine stattliche Kulisse für den Mittelteil der Stadtmeisterschaft. Hallensprecher Christian Wielers sieht die Veranstaltung auf einen „neuer Rekord“ zusteuern. Auf dem Parkett lieferten vor allem der BSV Roxel und Preußen Münster II Feinkost ab, der TuS Hiltrup tat dies nur ab und an, der SC Münster 08 erst spät. Enttäuschung herrschte bei Borussia, stolz wenn auch chancenlos gingen GW Amelsbüren, Eintracht und der FC Münster 05 heim.

Gruppe I bot viermal Münster im Vereinsnamen. Titelverteidiger Preußen II, Borussia, den SC 08 und den FC 05. Der Underdog aus der A-Liga, der viele Sympathien für sich verbuchte, brachte sich mit einer dramatisch schwachen Verwertung von Großchancen früh um die Chance aufs Weiterkommen und unterlag den Borussen absolut unglücklich 1:4, während der SCP gegen Nullacht mit 5:0 klare Verhältnisse schuf und diese durch ein 4:3 gegen Borussia mit etwas Glück untermauerte. Der Titelverteidiger war somit schnell durch und ließ auch die Nullfünfer eiskalt und mit viel Spielfreude abblitzen (10:2). Damit war klar, dass es zwischen Kanalkickern und Borussen zum Showdown kommt, den der A-Liga-Spitzenreiter fürs Weiterkommen gewinnen musste. Passend in diesem Match lieferte Nullacht, das gegen Münster 05 nicht über ein 3:3 hinausgekommen war, seine beste Partie in diesem Turnier ab und kickte den Finalisten mit 5:2 vom Feld und aus der Endrunde.

„Das wurde auch Zeit, dass wir so eine Leistung zeigen“, sagte Torjäger Luis Völkel, der auffälligste Akteur in einem bis dahin eher unauffälligen Kollektiv. „Unser Zusammenspiel ist noch ausbaufähig, am Montag müssen wir uns steigern. Aber der Spirit im letzten Spiel stimmte, die Zwei-Minuten-Strafe gegen Manoel Schug hat uns auch noch in die Karten gespielt.“ Geknickt war Borussen-Coach Yannick Bauer: „Im Turnier hat man immer mal ein schlechtes Spiel. Ärgerlich, dass es ausgerechnet in diesem so war. Bis dahin haben wir die Zuschauer sehr gut unterhalten.“ Der klare Ausgang der Partie kam auf jeden Fall überraschend.

Relativ deutlich verteilt waren die Rollen in der Gruppe II. Das war spätestens nach den Einstiegspartien klar, in denen der BSV Roxel (6:1 gegen GW Amelsbüren) seine starke Form vom LEG-Cup und aus der Zwischenrunde bestätigte. Auch der TuS Hiltrup (4:1 gegen Eintracht Münster) zeigte früh, in welche Richtung es gehen wird. Während sich die Underdogs 1:1 trennten, lieferten die Kleeblätter und der TuS das beste Spiel des Tages. Trotz zweier Treffer von Altmeister Michael Fromme und Ballbesitz in den letzten zehn Sekunden verloren die Hiltruper gegen Roxel durch ein Last-Minute-Tor von Lasse Saerbeck (elegant mit dem Außenrist) 2:3 und mussten ins Endspiel ums Weiterkommen gegen Nachbar Amelsbüren. Dort lagen sie sogar schnell 0:1 zurück, wendeten dann aber doch das Blatt und gewannen 3:2 – das große Zittern war nicht angesagt für den Westfalenliga-Primus. Souverän wirkte es jedoch auch nicht.

Alejandro Gomez (36), lange Jahre beim TuS und nun für GWA aktiv, sagte hinterher: „Die Zwischenrunde war für uns aller Ehren wert, gerade für mich als älteren Spieler eine tolle Sache. Trotzdem hätten wir uns die Klatsche am Anfang gegen Roxel gern erspart. Vielleicht war die Aufregung vor der großen Kulisse etwas zu groß.“

Der BSV gewann seine letzte Partie gegen Eintracht mit angezogener Handbremse 4:1. Sandro Pietsch, einer der Besten im Team und Torschütze zum 2:1 in dieser Begegnung, sagte: „Mit uns ist zu rechnen. Wir spielen ruhig, verteidigen gut als Team und haben einen überragenden Zusammenhalt.“ Der Landesligist ist ein heißer Anwärter auf das Treppchen.

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