Fußball: Stadtmeisterschaften der B-Junioren
Finalsieg gegen Gievenbeck: Den Preußen glückt die Revanche

Münster -

Der große Favorit ist seiner Rolle gerecht geworden: Die U 17 des SC Preußen Münster, die im Ligabetrieb in der Bundesliga kickt, setzte sich bei den Hallen-Stadtmeisterschaften der B-Junioren erwartungsgemäß durch, der Finalsieg gegen den 1. FC Gievenbeck fiel deutlich aus. Doch zuvor mühten sich die Adlerträger durch die Endrunde.

Sonntag, 05.01.2020, 14:14 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:03 Uhr
Jubel in Grün und Schwarz: Die U 17 des SC Preußen wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann bei den B-Junioren den Titel.
Jubel in Grün und Schwarz: Die U 17 des SC Preußen wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann bei den B-Junioren den Titel. Foto: fotoideen.com

Den Preußen gelingt die Revanche: In der Neuauflage des letztjährigen Finals gegen den 1. FC Gievenbeck behält der U-17-Bundesligist mit 4:0 die Oberhand und verhinderte damit eine abermalige Überraschung.

Diese waren in der Endrunde überhaupt rar gesät, auch schon vor den K.o.-Duellen. Die erste Gruppe dominierte der SC Münster 08. Im Topspiel gegen Borussia Münster war eine Zeitstrafe für Borussen-Keeper Nick Zumdick der Türöffner zum 2:1-Sieg. Mit Siegen gegen GW Amelsbüren und Saxonia Münster fuhr Nullacht die volle Punktzahl ein, dahinter folgte wie erwartet Borussia, die sich von der Niederlage im direkten Duell nicht beirren ließen – und die weiteren Spiele mit Leichtigkeit gewann.

In Gruppe 2 gab es immerhin eine Überraschung: Denn Gastgeber Gievenbeck verwies die Preußen auf Platz zwei. FCG-Trainer Patrick Hartung war natürlich zufrieden: „Das war eine richtig gute Steigerung.“Im direkten Duell wirkte der SCP schon wie der sichere Gewinner. Doch in der Schlussminute setzte sich Joel Amadi, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, robust durch und sorgte für den 2:2-Ausgleich – und den ersten Punktverlust der Adlerträger. SCP-Trainer Ansgar von Delft war bedient: „Wir sind am Finaltag nur sehr schwer reingekommen.“ Letztendlich entschied das bessere Torverhältnis. Die in der Gruppenphase noch dominanten Hiltruper blieben blass.

So gab es im ersten Halbfinale die Neuauflage einer Vorrundenpartie: Borussia traf erneut auf Gievenbeck, in der Vorrunde war der Nachwuchs des Ausrichters mit 1:3 unterlegen. Doch im Halbfinale zeigte der FCG ein ganz anderes Gesicht: Felix Ballmann sorgte mit einem Doppelpack für die früher Führung. Die nervös wirkende Borussia verkürzte durch Leon Marques, doch Gievenbeck spielte weiter befreit auf und gewann deutlich mit 7:1. Das war nach der Vorrunde so nicht zu erwarten.

Im zweiten Halbfinale kam auch nur wenig Spannung auf: Mit einem Distanzschuss knackte Preußen-Keeper Kevin Hardensett ein erstes Mal die Nullacht-Defensive, Vincent Olgemöller, Deniz Bindemann und Henrik Hake erhöhten. Das neunte Turniertor von Torschützenkönig Alexander Wiethölter und der Treffer von Luca Mispelkamp waren nur noch Ergebniskosmetik.

Und richtige Dramatik wollte auch im Endspiel nicht aufkommen – obwohl die Stimmung Finalatmosphäre hatte. Die Preußen waren absolut überlegen und machten mit den sich tapfer wehrenden Gievenbeckern kurzen Prozess. Bindemann vergab zunächst noch, nur kurz darauf traf aber Eric Reckels nach einem indirekten Freistoß zur Führung. Tom Hemsing, Joel Rudek und Hardensett, der zum besten Torwart ausgezeichnet wurde, sorgten für das 4:0 und den verdienten Titelgewinn. Von Delft war stolz: „Das ist ein super Gefühl, wir haben uns über den Tag gesteigert und uns unser bestes Spiel für den Schluss aufgehoben.“

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