Fußball: Stadtmeisterschaften der A-Junioren
2:1-Finalsieg: Preußen dreht die Partie gegen Nullacht

Münster -

Eine faustdicke Überraschung lag im letzten Spiel der diesjährigen Stadtmeisterschaften in der Luft. Lange führte der SC Münster 08 im Finale der A-Junioren gegen den favorisierten SC Preußen. Doch spät schlug der Bundesligist zu – und zwar in Person des besten Spielers des Turniers.

Sonntag, 05.01.2020, 21:36 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:02 Uhr
Torschützenkönig bei den A-Junioren: Jürgen Sinev vom SC Preußen (M.).
Torschützenkönig bei den A-Junioren: Jürgen Sinev vom SC Preußen (M.). Foto: fotoideen.com

Triple für den SC Preußen: Nach dem Titelgewinn bei den Stadtmeisterschaften der Senioren zum Ende 2019 und der B-Junioren am Samstag fuhr auch die U 19 den Titel ein. Im Finale wurde in einer engen Partie der SC Münster 08 nach Rückstand mit 2:1 bezwungen.

Schon in der Gruppenphase gab es große Spannung. Gleich im Auftaktspiel bekamen es die Preußen ein erstes Mal mit Nullacht zu tun. Die Partie endete 1:1 und bot von vergebenen Großchancen bis zu Zeitstrafen alles, was ein Topspiel ausmacht. Auch das zweite Spiel des Tages fand keinen Sieger: Der 1. FC Gievenbeck und SC Gremmendorf trennten sich torlos. Die spannendst mögliche Ausgangssituation für die weiteren Spiele war also gegeben. Doch die Preußen machten schnell alles klar und überrollten das überforderte Gievenbeck mit 4:0 – und später Gremmendorf mit 8:0. Underdog SCG blieb auch gegen Nullacht chancenlos. Der 2:0-Sieg des Veranstalters FCG gegen Nullacht reichte nicht mehr für das Halbfinale.

Auch Gruppe 2 bot gute Unterhaltung. Hiltrup ging gegen Borussia Münster früh mit 3:0 in Front, siegte schließlich 4:1 und hatte seinen überragenden Spieler im Hattrick-Schützen Hamsik Edafe. Das anschließende Spiel zwischen Westfalia Kinderhaus und Wacker Mecklenbeck fand keinen Sieger. Auch in dieser Gruppe war also noch alles möglich, zumal Wacker im zweiten Spiel Hiltrup überraschend mit 2:1 besiegte. Und es so ging es weiter: Kinderhaus rang zunächst Borussia mit 5:3 nieder und profitierte beim Erfolg über Hiltrup von zwei Eigentoren des Gegners. Borussia raus, Hiltrup raus – als lachender Dritter zog Mecklenbeck hinter der Westfalia ins Halbfinale ein.

Im ersten K.o.-Spiel konnte Kinderhaus dann nicht mehr zulegen. Justin Köster, Dominik Zeuch und Lars Ottens stellten schon innerhalb der ersten zwei Minuten auf 3:0 für Nullacht. Erneut Ottens, Thomas Hitchcock und Marvin Janning erhöhten, ehe Enrico Descher und Feryat Gökcen noch etwas Ergebniskosmetik gelang.

Souverän lösten auch die Preußen ihre Aufgabe im zweiten Halbfinale. Zweimal Malte Wesberg sowie Marvin Benjamins, Elias Demirarslang, Bajrush Osmani, Jano Ter-Horst und Jürgen Sinev trafen für den Bundesligisten, Luca Thomas gelang immerhin noch der Ehrentreffer für die wackeren Mecklenbecker.

Der Tag endete also, wie er angefangen hatte: Preußen gegen Nullacht – diesmal musste allerdings ein Sieger her. Die Kanalkicker hatten die erste Chance, doch Tom Breuers parierte gegen Justin Köster, der nur wenige Sekunden später dann doch das 1:0 erzielte. Der SCP fand die richtige Antwort: Torschützenkönig Sinev glich mit seinem zwölften Turniertreffer aus. Die Preußen drückten weiter, Jano Ter-Horst als Spieler des Turniers gelang in der Schlussminute der umjubelte Siegtreffer. Nullacht-Schlussmann Philipp Dohmer wurde später als bester Torhüter ausgezeichnet. Trainer Jan Niklas Niehoff trauerte der vergebenen Titelchance nach. „Wir waren im Finale die bessere Mannschaft“, sagte er enttäuscht.

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