Handball: Stadtmeisterschaft
Westfalia verzeichnet routinierte Abläufe und Rückenwind für die Meisterschaft

Münster -

Die Stadtmeisterschaft für die Herren ist bei Westfalia Kinderhaus gut aufgehoben. Diesmal siegte das Team des Gastgebers, das sich nach schwieriger Landesliga-Hinrunde neuen Schwung erhofft. Erfreut nahm der Ausrichter auch die Entwicklung des Turniers zur Kenntnis.

Montag, 06.01.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 13:56 Uhr
Handball: Stadtmeisterschaft: Westfalia verzeichnet routinierte Abläufe und Rückenwind für die Meisterschaft
Foto: Riemenschneider

Die kurze Spieldauer macht’s möglich. Überraschungen sind bei der Stadtmeisterschaft keine Seltenheit. Letzten Endes waren aber doch die Favoriten im Endspiel unter sich. Westfalia Kinderhaus schlug den SC Münster 08 mit 15:14. Den Titel nahm das Team des Ausrichters gern mit. Vor allem aber gab der Sieg Rückenwind für die zweite Halbserie. „Wir hatten endlich mal den kompletten Kader beisammen, konnten alle möglichen Konstellationen auf dem Feld testen“, sagte Eike Siering, der in der Vorrunde als Spielertrainer agierte und sich in den beiden K.o.-Spielen aufs Coaching konzentrierte, da „Chef“ Sebastian Dreiszis noch im Urlaub weilte.

„Mit Nullacht hatten wir am Ende ja einen Gegner, auf den wir auch in der Landesliga treffen werden, das war schon ein Gradmesser“, so Siering. Der Kreisläufer hat in den vergangenen Jahren ein stetiges Ansteigen des Wettkampfniveaus bei der Stadtmeisterschaft beobachtet. Eine C-Mannschaft schickt kein Club mehr, die Partien werden durchaus härter. „Auf den Tribünen sitzen auch viele ehemalige Spieler“, so Siering. „Dass jeder jeden kennt, aber auch jeder jeden schlagen kann, macht den Reiz aus.“ Zwischen Landes- und Kreisliga ist die Kluft eben nur zwei Klassen klein.

Der Verlauf des Turniers ließ erneut wenig Wünsche offen. Münsters Handballszene ist im Herrenbereich zwar weiter recht niederklassig unterwegs, dafür aber breit und familiär aufgestellt. „Die Mannschaften nehmen die Veranstaltung sehr ernst“, sagt Westfalias Abteilungschef Daniel Vaegs, der sich über ausschließlich positive Resonanz freut. „Wir wollen uns noch weiter professionalisieren.“ Eine Ausweitung oder sogar eine Miteinbeziehung der Frauen (derzeit beim BSV Roxel) steht aber nicht zur Debatte.

Längst bewährt hat sich der Schritt, nur noch in einer statt zwei Hallen zu spielen. So konzentriert sich das Publikum auf einer Tribüne. Und die war auch am Samstag wieder phasenweise komplett dicht. „Die Abläufe sind nach zwölf Auflagen gut eingespielt“, sagt Carsten Koschig aus dem fünfköpfigen Organisationsteam, das auf rund 20 Helfer bauen konnte. „Schön war, dass wir erstmals genau zehn Mannschaften dabei hatten.“

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