Fußball: Kreis- und Stadtmeisterschaft
UFC-Frauen sind nicht eingeladen und schauen in die Röhre

Münster -

Sowohl die Kreis- als auch die Stadtmeisterschaft in der Halle geht in diesem Jahr bei den Frauen ohne den UFC Münster über die Bühne. Die Futsalerinnen wurden nicht mehr eingeladen. Vordergründig ist ihr Auftritt mit dem Team des SV Mauritz im vergangenen Jahr der Grund. Einigen war ihre Teilnahme aber schon länger ein Dorn im Auge.

Montag, 06.01.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 14:31 Uhr
Turniersieg in Ostbevern: Jubelnde UFC-Frauen wird es bei der Kreismeisterschaft und den „Stadtis“ nicht geben.
Turniersieg in Ostbevern: Jubelnde UFC-Frauen wird es bei der Kreismeisterschaft und den „Stadtis“ nicht geben. Foto: Ralf Aumüller

Futsal. Für das Gros der Sportinteressierten ist das nicht mehr als Fußball unterm Hallendach. Dabei verkörpert diese Variante das „schöne“ Spiel. Viele Tore, starke Dribblings – der Sport ist nur was für Techniker. Das Publikum bei den heimischen Stadtmeisterschaften darf sich jedes Jahr aufs Neue an den Künsten der Ballvirtuosen erfreuen. Die Männer des UFC Münster mischten auch beim traditionell letzten Akt 2019 am Berg Fidel munter mit – erst im Halbfinale war am Endrundentag Schluss.

Was Ausrichter 1. FC Gievenbeck den Herren der Zunft gewährt, bleibt den Damen verwehrt. Die UFC-Frauen müssen sowohl bei den „Stadtis“ als auch bei der Kreis-Hallenmeisterschaft draußen bleiben. Das ist neu. „Ja, da stimmt“, sagt Kreisvorsitzender Norbert Krevert – und bestätigt den Entschluss des heimischen Kreisfußballausschusses. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Universitätsclub in der Vergangenheit bei der Konkurrenz immer mal wieder zum Reizthema taugte. Nach der „Starthilfe“ (Krevert) durch den heimischen Fußballkreis in den Anfangsjahren genoss der UFC das Privileg, sich stets mit namhaften Spielerinnen auch aus der 2. Liga verstärken zu können. Der Erfolg sprach für sich. Mit dem Beschluss, nur noch Kickerinnen für den Spielbetrieb in der Halle zuzulassen, die nicht höherklassig als die Konkurrenz aktiv sind, wurde diesem Vorgehen ein Riegel vorgeschoben. Nun on top wird der Club gänzlich verbannt. Und hat sich das möglicherweise selbst eingebrockt, weil er im Vorjahr mit dem damaligen Kooperationspartner Mauritz als reine Fußballmannschaft an der Kreismeisterschaft teilnahm. In dieser Konstellation wäre das auch 2020 möglich gewesen, wie Krevert durchblicken lässt. Nur eben nicht länger als Futsal-Auswahl. Eine offizielle Anfrage, wieder als Futsaler teilzuhaben, habe es im Vorfeld ohnehin nicht gegeben, wie Krevert versichert. Nun also: gleiche Voraussetzungen für alle beim Budenzauber. Das gilt auch für die Stadtmeisterschaft. Ausrichter SC Gremmendorf hält sich an die Vorgaben des Fußballausschusses und hat den Uni-Club nicht eingeladen.

„Wir bedauern das alles“, ist Fabian Nehm, Trainer der UFC-Frauen, nicht gerade entzückt. Jüngst weilte er mit seinem Tross bei einem Event in Ostbevern, das mit dem Sieg gekrönt wurde. Sie können es also.

Auf westfälischer Ebene ist der UFC weiter im Boot. Im Februar richtet er die Vorrunde zum Hallenpokal des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes aus. Kurios – aber unabhängig vom Entscheid des heimischen Kreisfußballausschusses.

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