Triathlon: Mitteldistanz
Für Luca Heerdt kommt 2020 die Bewährungsprobe

Münster -

Große Pläne hat Luca Heerdt seit jeher. Für 2020 hat er sich beruflich einiges vorgenommen, doch die sportlichen Fortschritte sollen dabei nicht zu kurz kommen. Der Athlet von Tri Finish Münster legt seinen Fokus auf die Mitteldistanzen, verliert den Ironman aber nicht aus den Augen.

Dienstag, 07.01.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 16:30 Uhr
Angehender Lehrer – oder doch Vollprofi auf Zeit? Luca Heerdt gehört die Zukunft. Beim OstseeMan in Glücksburg stahl er 2019 den Favoriten die Show.
Angehender Lehrer – oder doch Vollprofi auf Zeit? Luca Heerdt gehört die Zukunft. Beim OstseeMan in Glücksburg stahl er 2019 den Favoriten die Show. Foto: privat

Mitte Februar geht es ins Praxissemester. Neues Gymnasium Bochum – für ein paar Monate wird Luca Heerdt Pädagoge „auf Probe“. Der Lehramtsanwärter (Mathe, Sport) geht in die entscheidende Phase seines Master-Studiengangs. „Das wird eine gute Erfahrung“, glaubt der 24-Jährige. Und eine, die Zeit raubt. Der Triathlet, seit nunmehr drei Jahren mit einer Profilizenz unterwegs, wird sich nicht teilen können. Eine echte Bewährungsprobe – auch für das eigene Gemüt.

Montag und Dienstag weilte der Borghorster in Münster – im Zentrum für Sportmedizin stand die Leistungsdiagnostik an. Trainer Ralf Kleemann dürften die wichtigen Daten bereits rübergespielt worden sein. Ein Hoch auf die neue Technik. Nun gilt es, die Reize so zu setzen, damit Heerdt 2020 an seine Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen kann. Beim OstseeMan in Glücksburg führte im Vorjahr über die Mitteldistanz kein Weg am Tri-Finisher vorbei. Beim Event am Chiemsee Fünfter, Siebter bei der offiziellen Deutschen Meisterschaft in Heilbronn – der Dreikämpfer hat Spuren hinterlassen. „Ich möchte mich weiterentwickeln, besser werden“, sagt er. Im Fokus: der Ironman 70.3. Diese Strecke schließt die große Lücke zwischen der Kurz- und der Langdistanz. In den nächsten zwei, drei Jahren will Heerdt sich voll und ganz dieser Aufgabe widmen. Anfang Februar plant er eine Reise ins Ausland. Details verrät er noch nicht. Weitere Termine hat er vage im Kopf. Nichts scheint safe, weil die Uni ganz nebenbei ruft. Bis zu den Sommerferien. Dann kann er sich wieder freier bewegen. Ein Start in der Bundesliga ist vorerst nicht geplant. Das will er von Rennen zu Rennen entscheiden. Sicher ist nur: Bei der 13. Auflage des Sparda- Münster-City-Triat­h­lons vor der eigenen Haustür ist er dabei – über die olympische Distanz. 2019 triumphierte er auf dem Stadtwerke-Vorplatz. Mit eindrucksvollem Vorsprung.

Mit dem Fernrohr wagt er ab und an den Blick in die Zukunft. Die Langdistanz will er denn doch irgendwann ins Visier nehmen. Nichts geht über den „echten“ Ironman. „Behutsam“ sollen die Schritte bis dahin erfolgen. 2023 mit dann 27 Jahren könnte er sich vorstellen, den Wechsel zu vollziehen. Dann vielleicht als Vollzeitprofi?

Fakt ist: Nach seinem abgeschlossenen Studium samt Referendariat ist er nun durchaus gewillt, sich voll und ganz auf den Sport zu konzentrieren. „Ich muss es zumindest probieren“, weiß er. Dafür trainiert er. Täglich. Vorwiegend aktuell auf dem Rad und auf der Laufstrecke. Da saß Silvester sogar ein Glas Sekt drin. Heerdt will durchstarten. Beruflich wie sportlich.

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