Teamspringen der Altkreise
Altkreis Coesfeld räumt mit Ansage ab

Münster -

Bescheidenheit ist eine bekanntlich eine Zier, aber eben nicht immer zwingend notwendig. Vor allem dann nicht, wenn eindrucksvolle Taten zurückhaltende Worte überflüssig machen – so wie beim Auftritt der vier Reiter und Reiterinnen aus Coesfeld, die souverän das Teamspringen der Altkreise für sich entschieden.

Donnerstag, 09.01.2020, 20:04 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 23:12 Uhr
Verdiente Sieger: Die Equipe des KRV Coesfeld mit (v.l.) Annely Mönsters, M.Wafa Amiri, Laura Rensing und Hanna Höcke ließ Mannschaftsführer Heiner Messing (l.) jubeln.
Verdiente Sieger: Die Equipe des KRV Coesfeld mit (v.l.) Annely Mönsters, M.Wafa Amiri, Laura Rensing und Hanna Höcke ließ Mannschaftsführer Heiner Messing (l.) jubeln. Foto: Jürgen Peperhowe

Heiner Messing war, wie er zugibt, „etwas vorlaut“ vor dem Teamspringen der Altkreise. „Ihr könnt schon einmal überlegen, wer Zweiter und Dritter wird“, sagte der Mannschaftsführer des Altkreises Coesfeld, nachdem am Nachmittag mit M.Wafa Amiri, Hanna Höcke und Annely Mönsters drei seiner vier Reiter bei L-Prüfungen erfolgreich gewesen waren. Und seine Equipe ließ ihn nicht im Regen stehen, lieferte nahtlos die nächste Top-Leistung ab und durfte sich nach dem Sieg vor dem KRV Warendorf auf ein Kaltgetränk in der Messehalle einladen lassen. Der Reiterverband Münster von Teamchef Oliver Schulze Brüning reihte sich nach Rang zwei im Vorjahr diesmal als Vierter genau in der Mitte der Konkurrenz ein.

In dieser setzte Coesfeld die Konkurrenz nach und nach unter Druck. Laura Rensing sorgte mit Amarone bei ihrer K+K-Cup-Premiere gleich für die erste Nullrunde – trotz des Lampenfiebers. „Ich war schon etwas nervös. Es ist etwas anderes, wenn man weiß, dass noch drei Reiter hinter dir kommen“, sagte die Debütantin, die sowohl die Distanz zur Kombination als auch die Schlusslinie gut erwischt hatte. Ihre Vorlage nahm Höcke dankend auf und legte mit Phinox sauber. Und als auch Amiri im Sattel von Lotta – ebenfalls erstmals in der Halle Münsterland dabei – auch ohne Strafpunkte blieb, war der Weg für Coesfeld frei. Da störten der Abwurf von Mönsters am letzten Sprung nicht, auch wenn sie mit Mon Amour das Ergebnis noch einmal verbessert hätte. „Damit kann ich leben“, sagte Mönsters nach dem gelungenen Nachmittag in einer homogenen Equipe. „In unserem Sport ist es immer schön, in der Mannschaft zu reiten. Und unser Teamgeist war super“, erklärte Amiri mit einem Strahlen.

Und Münster? Philipp Hartmann hatte im Sattel von Big Boston seinen Kollegen mit den fünf Strafpunkten einen Rucksack mitgegeben, den Reinhard Lütke Haarmann mit Calaro und Alina-Noel Potthoff mit Crazy-Calisha noch schulterten. Durch die acht Zähler von Nicole Lechtermann mit Layla Ask aber war Münster raus aus der Verlosung.

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