Leichtathletik: Bundesstützpunkt
Elke und Frank Bartschat arbeiten nun im Revier

Münster -

Viele Jahre prägten Elke und Frank Bartschat die Leichtathletik in Münster. Nun sind die beiden weitergezogen ins Ruhrgebiet und arbeiten als Bundesstützpunkt und Vereinstrainer beim TV Wattenscheid. Eine spannende Aufgabe.

Freitag, 10.01.2020, 13:50 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 22:36 Uhr
Vom SC Preußen zum Bundesstützpunkt Bochum-Dortmund: Elke und Frank Bartschat
Vom SC Preußen zum Bundesstützpunkt Bochum-Dortmund: Elke und Frank Bartschat Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist still geworden um Elke und Frank Bartschat. Wobei: Richtig ruhig haben es die beiden Leichtathletik-Trainer nach ihrem Abgang aus Münster überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Nach ihrem Engagement beim SC Preußen und zuvor der LG Ratio sind sie seit dem 1. Oktober aufgestiegen, arbeiten mittlerweile am Bundesstützpunkt Bochum-Dortmund. Sie als Bundesstützpunkt- und Bundestrainerin Weitsprung (C-Kader, männlich) und er als Landesdisziplintrainer Sprint/Hürdensprint (Nachwuchs) sowie als „Backup“ für Sprint-Coach Slawomir Filipowski beim TV Wattenscheid. „Viel zu tun“, sagt Elke Bartschat mit Blick auf den Olympia-Zyklus, in dem bekanntlich für vier Jahre die Weichen gestellt werden für höhere Weihen ihrer Athleten. Schwerpunkt ihrer Aufgaben – im Stützpunkt und beim TV liegt der Akzent traditionell auf dem Sprint – sind vor allem Aufbau und Verbesserung der Sprungdisziplinen. Jüngst wechselte Hochspringerin und EM-Vize (U 23) Christina Honsel von der LGO Dortmund nach Wattenscheid.

Dessen Manager Michael Huke erläutert die Ziele und deren Umsetzung: „Wir haben jetzt bei uns im Club und am Olympiastützpunkt eine neue vertikale Trainerstruktur im Bereich Sprung installiert, mit Elke Bartschat und Peter Schnabel für die U 23, die von der Jugend bis in den Erwachsenenbereich arbeiten – und dazu Brigitte Kurschilgen, die Bundestrainerin für Hochsprung ist.“

Für Elke und Frank Bartschat ist die nächste Stufe auf der Karriereleiter getan. „Wenn zwei Top-Vereine Bedarf anmelden und der eine den Zuschlag gibt, ist das ja auch wie eine Auszeichnung, ein Ausrufezeichen“, sagt Elke Bartschat. „Wir haben Top-Bedingungen hier.“

Angedacht war ein Wechsel der beiden zum TSV Bayer Leverkusen, zumal der Großteil der ehemaligen münsterischen Spitzenathleten nach dem Aus beim SC Preußen dort eine neue sportliche Heimat fand. Der Landesverband entschied anders, auch weil sich mit der Trennung der ehemaligen Verbandspartner Niederrhein und Westfalen eine andere (politische) Konstellation ergab. „Wir sind gut aufgenommen worden“, betont Elke Bartschat den Blick nach vorn und nicht die rückwärts gewandte Per­spektive. Vorteil Ruhr-Revier: Beide Trainer können und werden weiter in Münster wohnen. Auch wenn die Pendelei rein verkehrstechnisch nervt. „Man kennt ja die A 43“, sagt sie augenzwinkernd. Ruhige Zeiten sind ihr Ding nicht.

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