Fußball: Westfalenliga Frauen
Wacker-Trainer Kuhlmann im Interview: „Es war ein gutes Halbjahr“

Münster -

Die Frauen von Wacker Mecklenbeck sind Hallenkreismeister, treten als Favorit bei den Stadtis an und später auch noch beim FLVW-Hallenpokal. Parallel läuft nun die Vorbereitung an, und Trainer Janek Kuhlmann hat auch noch nicht verlängert. Genügend Gründe, mal bei ihm nachzuhaken.

Dienstag, 14.01.2020, 15:54 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 17:24 Uhr
Janek Kuhlmann (oben links) feierte mit Wackers Frauen in Warendorf seinen ersten Cheftrainer-Titel.
Janek Kuhlmann (oben links) feierte mit Wackers Frauen in Warendorf seinen ersten Cheftrainer-Titel. Foto: R. Penno

Seinen ersten Titel als Cheftrainer der Westfalenliga-Frauen von Wacker Mecklenbeck feierte Janek Kuhlmann am Sonntag in Warendorf. Die Kreismeisterschaft war aber nur das erste von drei wichtigen Hallenturnieren des Winters. Wie diese jedoch mit der Liga-Vorbereitung kollidieren und wie es um seine Zukunft bestellt ist, verrät der 23-Jährige im Interview.

 

Hatten Sie am Turnierauftritt Ihrer Mannschaft am Wochenende überhaupt irgendetwas auszusetzen?

Kuhlmann: Nein, es war ein völlig verdienter Sieg. Wir waren richtig gut, sehr diszipliniert und dennoch spielerisch auf einem super Level. Für die Zuschauer war es ganz ansehnlich, wir haben immer nach vorne gespielt, auch wenn das 1:0 gereicht hätte. So haben wir vor der Endrunde nie den Rhythmus verloren.

Stehen im Kader viele Hallenspezialistinnen oder schlägt einfach der Klassenunterschied zu Buche?

Kuhlmann: Beides kommt zusammen. Viele haben einfach Bock auf die Halle und haben hier gewisse Stärken, bringen technisch alles mit. Aber hauptsächlich liegt es an der Motivation.

Am übernächsten Wochenende steht die Stadtmeisterschaft in Gremmendorf an. Hat die Veranstaltung einen höheren Stellenwert als das Kreisturnier?

Kuhlmann: Ich glaube, er ist ähnlich. Das Feld bei der HKM ist breiter, mit Ostbevern ist ja sogar ein anderer Westfalenligist dabei. Aber die Stadtis machen eben immer besonders Bock, weil es lokaler zugeht. Das ist immer cool, im Prinzip gibt es nur Derbys.

Der nächste Titel ist also greifbar für Wacker.

Kuhlmann: Wir würden den natürlich nehmen, keine Frage. Aber Ziel sind erst mal die K.o.-Spiele.

An diesem Mittwoch findet schon der Trainingsauftakt draußen statt. Wie lässt sich die Vorbereitung mit der Halle kombinieren?

Kuhlmann: Das ist nicht ganz einfach. Das größte Problem ist der FLVW-Hallenpokal am 16. Februar. Da sind wir mittendrin. Vor den Stadtis werden wir vernünftig in der Halle trainieren. Vor dem Westfalenpokal höchstens ein-, zweimal.

Bleiben Sie eigentlich auch in der kommenden Saison Wacker-Coach?

Kuhlmann: Die Gespräche laufen. Bis zur Entscheidung wird es nicht mehr lange dauern. Bei mir hängt es auch am Studium und Beruf. Ich mache im Sommer meinen Bachelor in Sozialer Arbeit und weiß noch nicht genau, wie es danach für mich weitergeht.

Wie bewerten Sie Ihr erstes halbes Jahrs als Coach?

Kuhlmann: Wir sind zwar nicht optimal gestartet, aber jetzt ordentlich dabei. Insofern kann ich von einem guten ersten Halbjahr sprechen. Es macht Spaß – das lässt sich gerade nach einem Turniersieg wie jetzt mit voller Überzeugung sagen.

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