Mischung aus Volleyball und Tischtennis
Ex-USC-Spielerin Barbara Degi präsentiert neue Sportart

Münster -

Vor einer Dekade spielte die Ungarin Barbara Degi für den USC Münster. Nun kehrt sie für einige Tage an den Berg Fidel zurück. Während des Bundesligaspiels zwischen dem USC und Aachen am Sonntag präsentiert die 36-Jährige eine neue Sportart. Am Freitag wurde an Ort und Stelle schon einmal geübt.

Freitag, 17.01.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 19.01.2020, 13:12 Uhr
Tischtennis? Volleyball? Teqvol
Tischtennis? Volleyball? Teqvol Foto: Peter Leßmann

Barbara Degi schaute sich am Freitagmorgen fast schon andächtig in der Halle Berg Fidel um. „Für mich ist die Rückkehr sehr emotional. Ich hatte in Münster die schönste Zeit meiner Karriere. Ich freue mich, wieder hier zu sein“, sagte die frühere ungarische Nationalspielerin, die von 2008 bis 2010 zwei Saisons für den USC in der Bundesliga schmetterte. Nun führten sie berufliche Gründe zurück nach Münster, als Promotorin stellt die 36-Jährige die junge, nicht einmal ein Jahr alte und in Ungarn entwickelte Volleyball-Variante „Teqvoly“ vor, die auf einem abgerundeten, einer Tischtennisplatte ähnlichen Tisch gespielt wird.

Ein „glücklicher Zufall“ brachte Degi zu der Sportart und damit zu ihrem ersten Job nach ihrer 2019 beim Gödöllői RC beendeten Karriere. Ihr Mann sah in Budapest die erste Teqvoly-WM und schwärmte davon. „Wenig später klingelte bei mir das Telefon und ein Headhunter fragte, ob ich Interesse hätte zu helfen, Teqvoly populärer zu machen.“

Degi hatte – und hat es immer noch. Und so ist sie nun zurück am Berg Fidel, die alten Verbindungen zu ihrer ehemaligen Mitspielerin Andrea Büring (damals Berg) halfen ihr bei der Kontaktaufnahme. Und so wird Teqvoly in Münster erstmals deutschlandweit öffentlich präsentiert. Am Sonntag im Rahmen der Bundesliga-Partie des USC gegen die Ladies in Black Aachen messen sich die deutschen Beachvolleyball-Meister David und Bennet Poniewaz gleich mit einem Duo des Drittligisten TSC Gievenbeck.

„Teqvoly hat seinen Reiz“, sagt Axel Büring, der damals Trainer von Degi beim USC war, aktuell Vizepräsident der Unabhängigen sowie TSC-Coach ist und die Poniewaz-Zwillinge zum DM-Titel führte. Als „sehr gute Ergänzung“ zum Volleyball sieht er diese Variante, die etwa Elemente wie Schnelligkeit, Technik, Antizipation und Strategie fördert. Und auch USC-Trainer Teun Buijs fand bei seiner ersten Begegnung mit Teqvoly Gefallen und kann sich vorstellen, die in einem Achteck-Spielfeld stehende Platte immer mal wieder ins Training einzubauen. Dass der Sport aus Ungarn nicht nur hilfreich ist, sondern auch Spaß macht, war den USC-Spielerinnen bei einem ersten Probelauf sowieso anzusehen.

Die Fans dürfen gespannt sein. Das ist Barbara Degi auch. Auf das Wiedersehen mit vielen alten Bekannten.

 

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