41. Hochschulsportschau
350 Aktive begeistern 800 Zuschauer

Münster -

Der Hochschulsport ist zweifellos in die Jahre gekommen – und doch immer jung geblieben. Den besten Beweis dafür lieferte die 41. Auflage der Hochschulsportschau, bei der die sportlichen Stundenten knapp drei Stunden lang die 800 Zuschauer in der Unihalle begeisterten – mit viel Witz, Charme und einer Menge Können.

Donnerstag, 23.01.2020, 16:20 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 11:04 Uhr
Mitreißend: die Lateinformation des Universitäts-Tanzsportclubs
Mitreißend: die Lateinformation des Universitäts-Tanzsportclubs

Keine Frage: Wenn 350 Mitmachende 800 Zusehende bestens unterhalten in zweieinhalb Stunden plus ein paar Minuten, dann muss es sich um die münsterische Hochschulsportschau handeln. Die am Horstmarer Landweg zum 41. Mal zelebrierte große Show ist und bleibt der Renner schlechthin, weil die sportlich auf hohem Niveau aktiven Studierenden einen mitreißenden Enthusiasmus und eine frappierende Ideenvielfalt in die Halle zaubern.

Programmpunkt Nummer 13 zitierte zum Schluss in einem Schwung 150 Aktive auf den Platz, der Hip-Hop, Jazz- und Modern Dance nicht einmal die Größe eines Basketballfeldes bot. Raum genug war trotzdem auch fürs letzte Bild mit allen Mitwirkenden, die sich den verdienten Applaus abholten.

Der Beifall galt auch den Machern: Hochschulsport-Chef Jörg Verhoeven, Abteilungsleiter Tim Seulen (Events) sowie Harry Melching, dem Künstlerischen Leiter dieses ausgefeilten Schlagabtausches der Choreografien. Kabarettist Thomas Philipzen ist schon seit Jahren ein Gewinn als Moderator, der nicht nur die Umbaupausen durch Kurzinterviews und als Sportartenerklärer würzt, sondern auch gerne mal Statements äußert. „In diesen Zeiten“, sagte der selbst sozial Engagierte zum Beispiel eingedenk des politischen Klimas, sollten alle gemeinsam „den schönen Emotionen an sich ihren Platz geben!“

Ehrenpreis des Rektorats

Die HSP-Schau nutzt Uni-Rektor Prof. Johannes Wessels stets zur Übergabe des Ehrenpreises des Rektorats. Jetzt standen die Volleyballerinnen der Wettkampfgemeinschaft im Fokus und die Spielerinnen um Trainer Nils Kaufmann im Scheinwerferlicht. 2019 schlug sich der Sieger der Deutschen Hochschulmeisterschaften von 2018 bestens als Vierter bei den EUSA-Games in Polen, der EM der Hochschulen.

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Wie eine schlüssige Antwort darauf kam das Mitein­ander der bedingungslos der Vielfalt verschriebenen Aktiven herüber. Und Melching findet selbst im 31. Jahr seiner Tätigkeit immer etwas Neues: Erstmals zu Gast war der in Emsdetten heimische Gebärdenchor „Sing a Sign“ um die Chorleiterinnen Inga Stecknitz und Anja Nienhaus. Während Gebärdensprachdolmetscher Tom Temming dem Chor das Gesagte veranschaulichte, sahen das Publikum dessen Gesten zum Hit „We are the Champions“.

Tanz- und Kampfsport sind angesagt wie eh und je im 150 Sportarten umfassenden Programm des Hochschulsports, Fitness wie das populäre Zumba sowieso, das mega anstrengend ist in der Kombination von Aerobic mit lateinamerikanischen Tänzen. Die Latein-Formation des Universitäts-Tanzsportclubs bot sechs Paare auf, dann rollten sechs Rhönräder rein, bewegt von einer 20-köpfigen kostümierten Gruppe. Der Klassiker des Turnsports aus den 1920er Jahren wird in Münster längst entstaubt eingesetzt – jetzt erzählte diese Show mit passender Musik im richtigen Licht die Geschichte von Alice im Wunderland.

Sechs Asse des ProB-Ligisten WWU Baskets Münster kehrten zurück an ihre alte Spielstätte, hielten sich unterm Korb sportlich aber zurück. Leo Padberg, Stefan Weß oder Malcome Delpeche dirigierten vielmehr einen Ausscheidungswettkampf von zehn Freiwilligen und machten Werbung für ihren in der Unistadt eh schon so populären Sport.

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