Handball: Landesliga
Tönjann lässt Münster 08 jubeln

Münster -

Zwei Akteure standen beim 30:29-Heimerfolg der Nullachter im Mittelpunkt. Zum einen Linus Witzenhausen, der sieben Treffer zum Sieg beisteuerte. Zum anderen auf Arne Tönjann, der als Schlussmann Tore verhindern soll. Eben auf ihn war in letzter Sekunde Verlass.

Sonntag, 02.02.2020, 18:48 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 20:14 Uhr
Ein Bild, das sich sechsmal wiederholte: Linus Witzenhausen (M.) kommt erfolgreich zum Abschluss. In dieser Szene ziemlich ungehindert. Sieben Treffer verbuchte der Rechtshänder beim Heimsieg des SC Münster 08 gegen den TSV Ladbergen.
Ein Bild, das sich sechsmal wiederholte: Linus Witzenhausen (M.) kommt erfolgreich zum Abschluss. In dieser Szene ziemlich ungehindert. Sieben Treffer verbuchte der Rechtshänder beim Heimsieg des SC Münster 08 gegen den TSV Ladbergen. Foto: fotoideen.com

Bis zum zehnten Saisonsieg trieb es Landesligist SC Münster 08 gegen den TSV Ladbergen auf die Spitze. Ganz oben jubelten die imponierend geschlossen und willig auftretenden Handballer erneut. Das 30:29 (16:14) hatte einen Showdown wie gemalt. Nullacht-Mittelmann Jonas Bittern, am Punkt die Zuverlässigkeit in Person, machte sieben Sekunden vor Schluss nach Foul an Kreisläufer Hermann Frintrop per Siebenmeter das 30. Tor. Ladbergens Coach Holger Kaiser setzte auf den siebten Feldspieler und sah Kreisläufer Thomas Cervenka bestens angespielt – dessen Versuch parierte Arne Tönjann im Kasten der Hausherren bravourös. Feierabend.

Über die erste Punkteteilung hätte sich kein Münsteraner beschwert, aber der SC Münster 08 heimste den Lohn ein, den Trainer An­dreas Helftewes stolz als verdient einstufte. „Wir hatten individuell Nachteile, aber ich sah uns als Team besser.“ Ihm macht es ungemein Spaß, die miteinander harmonierende Einheit zu coachen. „Ja, die Mannschaft ist schon eine Wahnsinnstruppe!“ Das Team hat sich unter ihm deutlich gemausert, kämpft geschlossen, agiert konzentriert und sprüht durchgehend vor Ehrgeiz.

Auch unter größerer Belastung. In dem überaus fairen Duell zweier nicht eben stattlich besetzter Teams reichten Nullacht genau acht Feldspieler aus. Max Morschheuser war der achte. Er spielte kaum, weil eine alte Schulterblessur noch nicht mehr zulässt. Einige Nullachter zogen komplett durch und mussten die Kraft gut einteilen. Fast erwartbar, dass die Gastgeber oft riskant am Zeitspiel-Limit agierten.

Ladbergen musste auch haushalten und auf etablierte Männer bauen. Im Kasten durfte gar nicht gewechselt werden. Bis TSV-Keeper Andre Hollenberg mal mit der Hand am Ball war, dauerte es seine Zeit. Die Helftewes-Handballer suchten und fanden die treffsicheren Außen Jorma Kramer und Sven Lüdiger.

Durchsetzungsstark gewann Linus Witzenhausen oft die direkten Duelle. Über 4:1 und 11:8 ging es in die Pause. Ladbergens wurfgewaltiger Linkshänder Robin Dellbrügge (9 Tore) und Außenspieler Arne Hofemeier (5) hielten den TSV im Spiel.

Das wuchs sich zum unterhaltsamen Schlagabtausch aus. In Halbzeit zwei war keinem Team eine Ruhephase vergönnt, auch kein Vorsprung. Traf das eine, zog das andere umgehend nach. Die Abwehr der Gastgeber um Paul Schütte stand besser gegen Dellbrügge. Helftewes beorderte Tönjann für den keinesfalls schwachen Lukas Boden in den Kasten. Eine Gefühlssache. „Arne hat eine andere Präsenz, er agiert aktiver.“

Der Eingewechselte parierte einen Siebenmeter von Maxi König – und entschärfte weitere Würfe vor der allerletzten Großtat.

Tore: Witzenhausen (7), Kramer (6), Lüdiger (5), Sibbersen (4), Bittern (3/2), Frintrop, Schütte (je 2), Morschheuser (1)

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