Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets Münster landen Pflichtsieg

Münster -

Business as usual am Berg Fidel: Die WWU Baskets haben ihren winning touch wiederentdeckt und gegen die Kängurus aus Iserlohn den vierten Ligasieg in Folge eingefahren. Der 87:78-Erfolg beschert den Baskets eine komfortable Ausgangsposition im Saisonendspurt. Noch ein Sieg in der Hauptrunde und die nächste Playoff-Teilnahme ist fix.

Sonntag, 02.02.2020, 20:14 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 10:15 Uhr
Helge Baues sieht hier schwarz und behält dennoch den Durchblick im Spiel gegen die Iserlohn Kangoroos.
Jan König sieht hier schwarz und behält dennoch den Durchblick: Es folgen zwei seiner insgesamt acht Punkte im Spiel gegen die Iserlohn Kangoroos. Foto: fotoideen.com

Die WWU Baskets Münster stehen in der 2. Bundesliga ProB nach dem elften Sieg als neuer Dritter direkt vor der Playoff-Qualifikation. Gegen die Iserlohn Kangaroos, das schwächste Team der Rückrunde, brachten die 87:78 (47:39)-Gewinner beim vierten Sieg am Stück sich selbst und die 2540 Zuschauer in Berg Fidel aber noch ins Zittern.

Denn die unbeugsamen Sauerländer wollten bis zuletzt eine ihrer letzten Chancen, der Abstiegsrunde zu entgehen, nutzen. Und warfen nach dem von Münster klar dominierten ersten Viertel (27:19) alles rein. Den sechsten Baskets-Heimsieg aber verhinderten sie doch nicht.

Top-Ausgangslage

„Wir hatten den Gegner mehrmals soweit, dass er geschlagen ist. Wir hätten das hier beenden können“, sagte Basketstrainer Philipp Kappenstein, dem der Erfolg wichtig war und die dokumentierte Qualität, „ein Spiel von Anfang an zu kontrollieren. Dass wir uns steigern müssen, steht auch außer Frage. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“ Aber auch für eine Top-Ausgangslage gesorgt. Die Spielzeit kann noch sehr spannend werden.

Dass wir uns steigern müssen, steht auch außer Frage. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.

Philipp Kappenstein

Jetzt preschte die erste Fünf um den direkt energisch wie treffsicher auftrumpfenden Aufbauspieler Jasper Günther fokussiert los, zumindest offensiv. Bis zum 15:13 sorgte der 20-Jährige für 13 Punkte im Alleingang. Sein Zusammenspiel mit Malcom Delpeche klappte sehenswert. Iserlohn hielt durch Jozo Brkic und Elijah Allen mit und dagegen. Das 20:20 im zweite Viertel war auch den vielen Wechseln bei den Baskets geschuldet und dem nun wenig zwingenden Offensivspiel. Jose Medina hatte als zweiter Mann auf der Eins keinen guten Tag. Youngster Nico Funk, der erstmals nach überstandener Verletzung in dieser Serie für 1:25 Minuten spielte, dürfte ihm künftig Konkurrenz machen.

Starke Quote von der Linie

Mit 13 Punkten lagen die spielerisch Stärkeren dann wieder vorne (62:49), auch weil die Freiwürfe beachtlich genutzt wurden (insgesamt 25 von 32). Iserlohn foulte oft, wenn es zu schnell ging. Und bei den im Rebound überlegenen Baskets sank die Trefferquote. Neue Spannung kam auf, als die Gäste im letzten Viertel erstens mit Dreiern Erfolg hatten und zweitens immer wieder den 33-jährigen Center Brkic fanden, der mit seinen 2,11 m nur schwer zu verteidigen ist.

Auf zwei Pünktchen schmolz Münsters Vorsprung. Jetzt waren gute Nerven gefragt. Medina aber verwarf hektisch. Alex Goolsby klaute Iserlohn den Ball, wurde gefoult und traf von der Linie zum 83:78. Das Szenario wiederholt sich und vier weitere Freiwürfe durch Goolsby und Weß saßen. Brkic aber nutzte seine Chancen von der Linie am Ende nicht.

Baskets:Günther (17/2), Delpeche (12), Weß, Coffin (je 12/1), A. König (8/2), J. König (7/1), Baues (5/1), Hänig, Goolsby (je 5), Medina (4)

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