Fußball: 3. Liga
Preußen arbeiten Rückschlag auf – Kittner noch kein Scherder-Ersatz

Münster -

Der Blick auf die Tabelle schmerzt. Und zwar so richtig. Die 1:4-Schlappe der Preußen gegen Duisburg zog aber auch personelle Konsequenzen nach sich. So ist Simon Scherder in Kaiserslautern am Samstag gesperrt. Ole Kittner kann ihn noch nicht vertreten.

Montag, 03.02.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 15:29 Uhr
Trübe Mienen: Philipp Hoffmann (v.l.), Okan Erdogan, Oliver Steurer und Alexander Rossipal stecken mit den Preußen wieder ein Stück tiefer im Abstiegskampf.
Trübe Mienen: Philipp Hoffmann (v.l.), Okan Erdogan, Oliver Steurer und Alexander Rossipal stecken mit den Preußen wieder ein Stück tiefer im Abstiegskampf. Foto: Jürgen Peperhowe

Teils erzwungen, teils freiwillig änderte Sascha Hildmann seine Formation vor und während der 1:4-Schlappe gegen den MSV Duisburg mehrfach. Eine Achse sucht der Trainer des SC Preußen aktuell noch. „Ich würde schon gern eine finden, aber im Moment kommen auch Ausfälle dazu, die es schwieriger machen“;, sagt er. Schmerzhaft war am Samstag vor allem das Fehlen von Fridolin Wagner, in Kaiserslautern wird nun Simon Scherder gelbgesperrt nur zuschauen.

„Alle haben den Anspruch zu spielen, und der Kader ist auch groß genug“, sagt der Coach. Ganz wohl ist ihm jedoch nicht, wenn erneut im großen Stile umgebaut werden muss. Als Ersatz für das Eigengewächs kommen verschiedene Optionen infrage. Okan Erdogan kann von der Sechs, wo er Wagner vertrat, wieder in die Dreierkette rücken, dann aber nach halbrechts. Alexander Rossipal würde dann halblinks drinbleiben. Aber auch Oliver Steurer wäre eine Option. Anders als Ole Kittner. Der Routinier ist nach seiner Fuß-OP im Winter zwar schon länger wieder voll eingestiegen, ihm fehlen aber noch Fitness und Sicherheit. „Ein paar Extraschichten braucht er noch. Er verhält sich vorbildlich, gibt Gas, weiß aber selbst, dass es noch dauert“, sagt Hildmann.

Klare Fehleransprache

Am Sonntag stand die obligatorische Videoanalyse an, am Montag war frei. Gesund sind alle (bis auf Jannik Borgmann), das war die gute Nachricht. Die Ergebnisse der Konkurrenz beeinträchtigten die Stimmung aber ebenso negativ wie die fünfte Heimpleite zuvor. „Beides ist schmerzhaft, vor allem weil unsere Niederlage unnötig, vermeidbar war. Da kam leider alles zusammen“, befand der Trainer.

Das 0:1 nach dem unerklärlichen Fehlpass von Heinz Mörschel („Er weiß selber, dass das nicht passieren darf“), das 1:2, als Jan Löhmannsröben auf Abseits spielte („Völlig ohne Not“) lagen Hildmann schwer im Magen. Auch bei den anderen Gegentreffern trat wieder die Orientierungslosigkeit in der Abwehr auf, die die Hinrunde bereits zu einem einzigen Desaster gemacht hatte, die aber zuletzt eigentlich abgestellt schien.

SC Preußen Münster – MSV Duisburg

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  • Hoch das Bein: Luca Schnellbacher gegen Tim Albutat.

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  • Jubel nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Simon Scherder.

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  • Freistoß durch Duisburgs Moritz Stoppelkamp.

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  • Münsters Heinz Mörschel mit Köpfchen.

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  • Luca Schnellbacher im Duell mit MSV-Keeper Leo Weinkauf.

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  • Das 2:1 für Duisburg durch Ahmet Engin.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Fotos aus dem Preußenstadion.

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So sind es wieder sechs Zähler bis zum rettenden Ufer, die Lage ist seit der Winterpause wieder bedrohlicher geworden, zumal sich Viktoria Köln gut verstärkt hat und der Chemnitzer FC seit geraumer Zeit in deutlich verbesserter Form aufspielt. Wen also eigentlich noch einholen? „Wir wussten alle, dass es ein langer und harter Ritt wird“, sagt Hildmann.

Im Dezember betrug der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ja schon mal acht Zähler, jetzt sind es sechs, aber eben auch nur noch 16 Partien. Erinnert sei noch an Carl Zeiss Jena. Die Thüringer holten in der Vorsaison in den letzten sieben Partien acht Punkte zur Rettung auf. Nur steckten damals noch wesentlich mehr Mannschaften im Abstiegskampf.

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