Basketball: Oberliga
Spitzenreiter UBC II vor richtungsweisenden Wochen

Münster -

Völlig überraschend kommt es nicht, dass der UBC Münster II im Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Regionalliga eine Etage tiefer oben mitmischt. Dennoch ist es bemerkenswert, wie schnell sich der neue Mix im Kader gezwungen hat. Ans Eingemachte geht es ab sofort.

Mittwoch, 05.02.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 20:58 Uhr
Der erst 16 Jahre alte Lorenz Neuhaus (l.) gehört zu der erfolgreichen Mischung des UBC II, der derzeit die Oberliga anführt und am Samstag im Spitzenspiel gegen Verfolger Herford den nächsten Schritt zum Meistertitel machen kann.
Der erst 16 Jahre alte Lorenz Neuhaus (l.) gehört zu der erfolgreichen Mischung des UBC II, der derzeit die Oberliga anführt und am Samstag im Spitzenspiel gegen Verfolger Herford den nächsten Schritt zum Meistertitel machen kann. Foto: fotoideen.com

Es ist keine Kampfansage, es sind eher moderate, bescheidene Töne, die Christoph Schneider vor dem Top-Spiel der Basketball-Oberliga anschlägt. „Es sieht ganz gut aus“, sagt der Trainer des UBC Münster II, der am Samstag (16 Uhr) im Pascal-Gymnasium als Tabellenführer mit der BBG Herford II seinen ersten Verfolger empfängt. Für den Absteiger aus der 2. Regionalliga der Start in richtungsweisende Wochen.

Großartig Druck verspüren Schneider und seine Mannen nicht. Mit elf Siegen aus zwölf Partien hat Münster die beste Ausgangslage, Herford und der GV Waltrop stehen mit einer Bilanz von je 11:2 in der Pflicht, gegen den UBC zu liefern und zudem weitere Ausrutscher zu vermeiden. „Wir haben den Vorteil, die besten Karten zu haben, und können den nächsten Schritt machen. Aber die Situation ist für alle gleich, verlieren darf keiner. Nach den nächsten fünf Spielen wissen wir, wohin es geht“, sagt Schneider.

Den ersten Platz zu verteidigen und damit als Meister das Aufstiegsrecht zu erkämpfen, ist das Ziel des UBC, der als spielstarke Einheit auftritt. Die Mischung zwischen etablierten, erfahrenen Kräften wie Guido Narendorf, Marc Steltenkötter, Stephan Kreutzer oder Armin Schmitz und jungen Kräften wie Benedikt Christophel, Lorenz Neuhaus oder jetzt Ben Onana passt. Das letztjährige Gerüst um David Blömer, Gustav Wehrenpfennig oder Steven Gernemann erhielt neuen Kitt. „Die Mannschaft hat sich super zusammengefunden, es funktioniert auch in wechselnden Formationen. Die Struktur, die Hierarchie und die Rollenverteilung passen. Das ist Teil des Erfolges“, sagt Schneider, der in seinem Aufgebot jede Position doppelt besetzt hat.

Die personelle Zusammensetzung des Kaders ist ausgewogen, dazu kommen die spielerischen und taktischen Komponenten, mit denen der UBC auftrumpft. Nur 58,4 Punkte im Schnitt kassierte Münster bislang, besser verteidigt kein Team der Oberliga. Aus der starken, intensiven Defensive kann das Schneider-Team ein schnelles Spiel aufziehen, kann aber offensiv auch auf sein gutes Set-Play bauen. Da kommt es dem Unterbau der WWU Baskets zugute, dass die elementaren Dinge in Abwehr und Angriff von der zweiten Mannschaft bis zur U 14 auf den Grundlagen der Baskets basieren. Die Systemtreue als Vorteil. „So können sich alle Spieler schnell zurechtfinden und wissen, was passiert.“

Eine gute Ausgangslage für die heißen Wochen, die es in sich haben. Auf den Schlagabtausch mit Herford folgt der schwere Gang zum BC Leopoldshöhe, dann gastiert schon Waltrop im Pascal. Weiter geht es beim viertplatzierten RC Borken-Hoxfeld, der daheim auch Herford bezwungen hat, sowie im Derby gegen Westfalia Kinderhaus. Doch erst mal zählt nur die aufstiegswillige BBG. „Wir freuen uns auf das Spitzenspiel. Das sind die Partien, die wir gerne haben“, erklärt Schneider. Ganz moderat und ohne eine große Kampfansage.

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