Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets beim SC Rist Wedel – Defensivkünstler unter sich

Münster -

Die WWU Baskets befinden sich auf der Zielgeraden der Hauptrunde, und in der hat jedes Spiel eine besondere Bedeutung. Am späten Sonntagnachmittag tritt der Vorjahresvize der Nordstaffel etwa beim SC Rist Wedel an. Und gegen dieses Teams war es immer sehr eng.

Freitag, 07.02.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 16:18 Uhr
Auf Schwerstarbeit unter dem Korb darf sich Malcolm Delpeche auch in Wedel einstellen.
Auf Schwerstarbeit unter dem Korb darf sich Malcolm Delpeche auch in Wedel einstellen. Foto: Wilfried Hiegemann

Vier Siege in Serie – die WWU Baskets Münster sind in der 2. Bundesliga Pro B so langsam auf Touren gekommen. Nun wollen sie in den verbleibenden vier Partien heiß laufen und sich eine bestmögliche Ausgangslage für die Playoffs verschaffen. Ein Erfolg am Sonntag (17 Uhr) beim SC Rist Wedel würde helfen, zumal Münster damit einen lästigen Konkurrenten abschütteln könnte. „Das ist ein super wichtiges Spiel. Mit einem Sieg bleiben wir im Rennen um Rang zwei und hätten wohl einen Platz unter den ersten sechs sicher“, sagt Trainer Philipp Kappenstein.

Der Gang zum SC Rist wird kein leichter. Dreimal trafen die Baskets in ihren beiden Pro-B-Saisons auf den zwei Punkte schlechter gestellten Gastgeber, dreimal standen die Duelle Spitz auf Knopf. Dabei hatte Münster zweimal das bessere Ende für sich (67:61 und in der Hinserie 69:68), einmal gewann Wedel (97:95 nach zweifacher Verlängerung). „Ich glaube, dass es auch diesmal ein enges Spiel mit Playoff-Charakter wird. Und kein schönes“, sagt Kappenstein mit Blick auf den Auftritt der besten bei der zweitbesten Defensive der Liga.

Die nächsten Aufgaben

Nur in der Theorie können die WWU Baskets die Playoffs noch verpassen. Sie haben drei Siege mehr als der Neunte Oldenburg bei vier noch ausstehenden Partien. Die fünf Teams auf den Rängen vier bis acht liegen jedoch nur einen Sieg und damit zwei Punkte hinter den Münsteranern, die wiederum als Dritter lediglich zwei Zähler weniger als der Zweite Schwelm (nächste Woche zu Gast in Münster) und vier weniger als Spitzenreiter Itzehoe haben. An den letzten beiden Spieltagen geht es noch nach Bernau (Achter) und zu Hause gegen Dresden (Vierter). Mit Blick auf die Playoffs bringen die ersten vier Ränge im Achtelfinale jeweils das Heimrecht im möglichen dritten Spiel. Im Viertelfinale würde das für die Plätze eins und zwei gelten. Im Süden sind die Scanplus Baskets Elchingen Erster.

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Wie Münster gestaltete das Team aus dem Kreis Pinneberg vier seiner letzten fünf Begegnungen erfolgreich, gab nach dem 77:80 gegen die Itzehoe Eagles mit dem 74:66 bei Lok Bernau umgehend die richtige Antwort – bezahlte diesen Sieg aber teuer. Power Forward Alexander Angerer, mit 30 Spielminuten und 11,8 Punkten im Schnitt ein wichtiger Faktor für Wedel, riss sich das Kreuzband. Ein Rückschlag für den Tabellensechsten, der auf den kleinen Positionen mit dem Erstliga-erprobten Justus Hollatz, Osaro Rich und Jalen Ross „gut und schnell“ besetzt ist und mit dem Litauer Adomaitis Aurimas einen Top-Center in seinen Reihen hat. „Auch ohne Angerer kann die Mannschaft einen guten Basketball spielen. Wir müssen auf ihre Transition aufpassen und unsere Vorteile unter den Körben nutzen“, gibt Kappenstein die Marschroute aus.

Diese nicht befolgen wird Andrej König. Beim 87:78 gegen die Iserlohn Kangaroos kugelte er sich den Finger aus und fällt damit vorerst aus. Und da Nico Funk und Leo Lüsebrink die U 19 in der Bundesliga-Abstiegsrunde verstärken, reisen die Baskets mit einem Zehnerkader gen Norden. Und der soll in der „hektischen, lauten und emotionalen Halle“ (Kappenstein) heiß laufen.

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