Triathlon: Ironmann
Dirksmeiers Hawaii-Traum lebt auch im Winter

Münster -

Zum Ende seiner Laufbahn möchte es Patrick Dirksmeier im Oktober noch einmal ans Ziel seiner Träume schaffen. Der Ironman auf Hawaii soll es im Herbst werden. Um die Qualifikation zu schaffen, muss der Münsteraner schon jetzt sein Jahr konkret planen.

Samstag, 08.02.2020, 11:28 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 16:16 Uhr
Zurzeit noch häufiger auf „der Rolle“ im Keller unterwegs, demnächst wird das Radtraining wieder in der freien Natur stattfinden: Patrick Dirksmeier
Zurzeit noch häufiger auf „der Rolle“ im Keller unterwegs, demnächst wird das Radtraining wieder in der freien Natur stattfinden: Patrick Dirksmeier Foto: via www.imago-images.de

Am Montag, bei der Ehrung zum Sportler des Jahres, musste Patrick Dirksmeier passen. Der Ironman von Tri Finish Münster lag flach, genauso wie Sohn Henry, die grippalen Infekte greifen um sich. Und zu allem Überfluss war auch noch das Pferd der Familie in Quarantäne verlegt worden. Zum Wochenende allerdings besserten sich die Gesundheitszustände von Mensch und Tier. Dirksmeier, der nach drei Siegen bei der Wahl diesmal immerhin auf Rang drei landete, blickte auf die neue Saison.

Sein Ziel: die Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober, dieses legendäre Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und einem abschließenden Marathon. „Ich will die Qualifikation als Profi schaffen und dann als einer der Top-50-Athleten in Hawaii starten“, sagt Dirksmeier. Im vergangenen Jahr verpasste er als Siebter beim Ironman Frankfurt um einen Platz die Zulassung.

Und noch ein großes Ziel hat er sich gesetzt, ehe der Jurist seine Profi-Lizenz abgeben will. „Ich würde gerne einen Ironman 70.3 gewinnen“, sagt er. Es ist die halbe Distanz einer Langstrecke, im Vorjahr wurde Dirksmeier Zweiter hinter Jan Frodeno bei der Veranstaltung im Kraichgau.

Das Leben des Triathleten hat andere Konturen bekommen, seitdem der Sohnemann auf der Welt ist. Während andere Triathleten mehrwöchige Trainingslager in südlichen Gefilden absolvieren, muss Dirksmeier Halbtagsjob in der Kanzlei, Familie und Training unter einen Hut bekommen. „Notfalls muss ich dann abends auf der Rolle im Keller trainieren“, erklärt er seine Alternativen im heimischen Winter. Aber vielleicht legt er Ende April in Texas seinen Saisonstart hin. Was die Hawaii-Qualifikation betrifft, so plant Dirksmeier eine Doppel-Strategie. Er wird zunächst versuchen, beim Ironman Hamburg am 21. Juni die WM-Qualifikation zu schaffen. Der Sieger und Platz zwei lösen ein Hawaii-Ticket.

„Sollte irgendwas schieflaufen, dann kann ich in Hamburg aussteigen und eine Woche später in Frankfurt starten“, fügt Dirksmeier an. Dort werden bei der offiziellen Ironman-Europameisterschaft vier Slots vergeben. Möglicherweise bliebe dann noch mit dem Ironman Schweden in Kalmar (15. August) eine letzte Chance auf die „Quali“.

Leicht wird das alles nicht, Dirksmeier wird in den kommenden Wochen und Monaten seine Form kontinuierlich aufbauen müssen, am Tag X zählt es dann. Sein Traum vom Start im Profifeld auf Hawaii lebt – es wäre das Ende seiner Laufbahn.

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