Handball: Verbandsliga Frauen
Westfalia gegen Brambauer mit Hirn und Herzblut

Münster -

Eine bemerkenswerte Steigerung nach der Halbzeit brachte Westfalia Kinderhaus doch noch den Sieg gegen den VfL Brambauer. Beim 26:25 lagen die Gastgeber schon deutlich hinten. So aber retteten sie am Ende doch noch die Tabellenführung.

Sonntag, 09.02.2020, 16:10 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 16:16 Uhr
Chiara Bolze, vierfache Torschützin, setzt sich hier mit aller Entschlossenheit gegen Brambauers Martha Rykowski (r.) und Ann-Christin Mai-Lörsch durch.
Chiara Bolze, vierfache Torschützin, setzt sich hier mit aller Entschlossenheit gegen Brambauers Martha Rykowski (r.) und Ann-Christin Mai-Lörsch durch. Foto: Jörg Riemenschneider

Es hatte schon etwas Skurriles, das rhythmische Klatschen der gesamten Auswechselbank inklusive der Torhüterin in ihrem Kasten, wenn der VfL Brambauer seine Angriffe vortrug. Schlimm nur für die Verbandsliga-Frauen von Westfalia Kinderhaus, dass dieses Anfeuern meist mit einem begeisternden Applaus endete, weil eben der Gegner fast immer erfolgreich abschloss. Dem geneigten Besucher musste angesichts dieser ersten Hälfte Angst und Bange werden, sofern er es mit den Damen aus Kinderhaus hielt. Denn die Abwehrarbeit hatte die Westfalia an diesem Samstag wahrlich nicht erfunden. Zu zögerlich, zu löcherig, zu spät – so konnte der Gast einfach nicht gestoppt werden. Der 12:16-Rückstand zur Pause war fast noch ein Erfolg aus Kinderhauser Sicht. Es hätte durchaus schlimmer kommen können.

„Wenn man oben steht, dann gewinnt man solche Spiele eben“, kam es schulterzuckend nach Spielschluss von Westfalia-Trainer Florian Ostendorf. Denn seine Mädels hatten im zweiten Abschnitt den Schalter umgelegt und mit „bärenstarker Abwehr“ dem spielstarken Gast doch noch den Zahn gezogen und mit 26:25 die Punkte daheim behalten.

Kapitänin Kira Enders war es vorbehalten, den entscheidenden Treffer 20 Sekunden vor dem Abpfiff zu erzielen. Sie krönte damit eine zweite Spielhälfte, wie sie die Westfalia-Frauen an ihren allerbesten Tagen zu zeigen vermögen. Der Vier-Tore-Rückstand war in Minute 45 (21:21) egalisiert, zehn Minuten vor Schluss führte die Westfalia mit 23:21. Zwar noch nicht die Vorentscheidung, aber der Gastgeber war auf einem guten Weg. Entscheidend, wie gesagt, die Abwehrarbeit. Man kann keine Spielerin besonders hervorheben, alle erfüllten ihre Aufgabe mit Hirn und Herzblut. Ein stabiles Bollwerk eben, in dem Zusammenhalt oberstes Gebot war. Ganze neun Törchen gelangen den spielstarken Gästen im zweiten Abschnitt, das war schon enttäuschend. Vielleicht lag es aber auch daran, dass Brambauer den Klatsch-Rhythmus nach dem Wechsel vollkommen eingestellt hatte.

Tore: Klapdor (8/4), Bolze, Pohlkötter (je 4), Lumme (3), Enders, Schwarz (je 2), Ruschhaupt, Engelhardt, Glage (je 1)

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