Fußball: Landesliga
Westfalia Kinderhaus verhehlt den eigenen Anspruch nicht

Münster -

Für Westfalia Kinderhaus ging es in den vergangenen Jahren stetig bergauf. Im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zur Landesliga klopft das Team von Trainer Marcel Pielage schon wieder an das Tor zur Westfalenliga.

Mittwoch, 12.02.2020, 14:52 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 11:26 Uhr
Der Kinderhauser Corvin Behrens (l.) ist mit seinem Team den Roxelern um Nico Haverkamp im Augenblick ein ganzes Stück voraus in der Tabelle.
Der Kinderhauser Corvin Behrens (l.) ist mit seinem Team den Roxelern um Nico Haverkamp im Augenblick ein ganzes Stück voraus in der Tabelle. Foto: Peter Leßmann

Es ist erst die zweite Saison, die Westfalia Kinderhaus in der Landesliga verbringt, da bahnt sich schon der nächste Aufstieg an. Erstmals könnte der Stadtteilclub es sogar in die Westfalenliga schaffen. Dieser Schritt blieb dem damaligen Neuling im vergangenen Jahr erst in der Relegation (0:1 gegen den FSV Gerlingen) verwehrt. Diesmal soll es gelingen. Zwei Zähler Vorsprung sowie ein Spiel weniger gegenüber Verfolger SV Mesum bilden eine sehr gute Ausgangslage. „Klar, wir wollen oben bleiben“, sagt Trainer Marcel Pielage gewohnt offen. „Vielleicht sind es nach Sonntag fünf Zähler. Danach kommen nur noch elf Spiele – für den Verein wäre es eine ganz tolle Sache.“

Es ist erst die zweite Saison, die Westfalia Kinderhaus in der Landesliga verbringt, da bahnt sich schon der nächste Aufstieg an. Erstmals könnte der Stadtteilclub es sogar in die Westfalenliga schaffen. Dieser Schritt blieb dem damaligen Neuling im vergangenen Jahr erst in der Relegation (0:1 gegen den FSV Gerlingen) verwehrt. Diesmal soll es gelingen. Zwei Zähler Vorsprung sowie ein Spiel weniger gegenüber Verfolger SV Mesum bilden eine sehr gute Ausgangslage. „Klar, wir wollen oben bleiben“, sagt Trainer Marcel Pielage gewohnt offen. „Vielleicht sind es nach Sonntag fünf Zähler. Danach kommen nur noch elf Spiele – für den Verein wäre es eine ganz tolle Sache.“

Das Personal, um Meister zu werden, hat Westfalia ohne Zweifel. Aber auch die Mentalität? Der Coach sieht die Frage nach aufkommendem Druck gelassen. „Wenn es nicht klappt, ist es immer noch nur Fußball. Wir haben Bock zu zocken. Wenn wir mit Stress an die Sache herangehen, dann macht der Kopf zu. Also wollen wir intuitiv spielen, mit Spaß, weiter viele Tore machen. Wenn das so hinhaut, wird es für die anderen schwierig, uns noch abzufangen.“ Das nötige Selbstvertrauen liegt also vor. Und selbst, wenn am Ende wieder Platz zwei stünde, ergäbe sich über die Aufstiegsrunde mit hoher Wahrscheinlichkeit noch eine weitere Chance. „Auch wenn ich da nicht unbedingt noch mal hin muss“, sagt Pielage, der auch auf eine Verbesserung der Heimbilanz (schon drei Niederlagen) hofft. In der Fremde liest sich die Statistik schon anders. Von 24 möglichen Punkten klauten die Kinderhauser 22. Da gibt’s nicht viel zu meckern.

Sebastian Hänsel muss bei der Frage „Kinderhaus oder Mesum“ kurz überlegen. „Ich würde es Marcel gönnen, er macht super Arbeit. Am Ende glaube ich aber, dass Mesum die größte Konstanz hat.“ Der Trainer des BSV Roxel formuliert zwar keine Ansprüche, noch in den Titelkampf einzugreifen – doch er rechnet mit einer besseren Ausbeute als bisher. „Wir haben uns nach dem Umbruch Stück für Stück weiterentwickelt, sind zusammengewachsen und haben Abläufe automatisiert“, sagt der 37-Jährige. „Die Kommunikation auf dem Platz ist deutlich besser geworden. Alles andere, als weiter nach vorn zu rücken, wäre eine Enttäuschung.“

Die Hallen-Auftritte waren gut, die Testspiele auch, ein Schritt zurück sollte also nicht passieren. Der Stamm von 16, 17 Leuten steht, in Kürze sollen ihn auch Kapitän Lukas Kintrup (nach seinem Kreuzbandriss) und später Max Mümken (nach Achillessehnenriss) wieder verstärken. Und so ganz möchte sich Hänsel, der vor seiner letzten Halbserie steht, nicht vom Blick nach oben verabschieden. „Mal sehen, wie die anderen da vorne aus der Winterpause kommen. Vielleicht findet ja nicht jeder sofort seinen Rhythmus.“ Die Kleeblätter, die auch noch RW Deuten, den Werner SC und den SV Herbern vor sich haben, wollen bereit sein.

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