Reiten: Jugend-Turnier im Westfälischen Pferdezentrum
Nun geht es für den Nachwuchs um die Wanderstandarte

Münster -

Die „Großen“ haben es bei der „Bauernolympiade“ im Januar vorgemacht, nun gehört die Bühne dem Nachwuchs: Viereck und Parcours frei – so heißt es ab Samstag im Westfälischen Pferdezentrum, wenn es beim Jugend-Reit- und Springturnier im Wettkampf um die Jugend-Wanderstandarte der Stadt Münster geht.

Mittwoch, 12.02.2020, 19:24 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 09:46 Uhr
2019 auf Platz zwei – und nun? Der RV Roxel um Reitlehrerin Karin Richter (M.) geht vorsichtig optimistisch in den Wettkampf um die Jugend-Standarte der Stadt Münster.
2019 auf Platz zwei – und nun? Der RV Roxel um Reitlehrerin Karin Richter (M.) geht vorsichtig optimistisch in den Wettkampf um die Jugend-Standarte der Stadt Münster. Foto: Thomas M. Weber

2019 war bei den beiden Wettkämpfen um die Wanderstandarte der Stadt Münster das Jahr der Wachablösung. Als Seriensieger musste der RV Gustav Rau Westbevern im Januar zunächst den Titel bei der „Bauernolympiade“ an den RV Nienberge-Schonebeck abgeben, wenige Wochen später waren die Telgter gezwungen, auch beim Jugend-Turnier des Reiterverbands Münster die Wanderstandarte an den RV St. Georg Saerbeck weiterzureichen. Westbevern aber schlug zu Jahresbeginn in der Halle Münsterland umgehend zurück und verstaute im Anschluss den Pokal wieder im angestammten Trophäenschrank. Folgt nun der zweite Teil der Re-Inthronisierung? Die Antwort gibt es ab Samstag bei der 57. Auflage des Paul-Brintrup-Gedächtnispreises.

Eine Prognose ist gerade im Nachwuchsbereich schwer, nahezu alle der zehn startenden Vereine haben Novizen in ihren Reihen. „Das ist dann immer ein bisschen wie eine Wundertüte“, sagt Claudia Zölzer, Jugendwartin des RV Roxel. Auch der Vorjahreszweite, der am Wochenende erneut von Karin Richter im Westfälischen Pferdezentrum präsentiert wird, hat zwei Neulinge dabei. „Mal sehen, wie weit es diesmal geht“, sagt Zölzer.

Gebannte Vorfreude herrscht auch bei der Equipe des RV Nienberge-Schonebeck, im Jahr 2015 schon einmal Sieger im Standarten-Wettbewerb. Das Team um Theresa Brinkmann, die im Januar mit dem jungen Verein beim K+K-Cup Fünfte der „Bauernolympiade“ wurde, geht ohne große Erwartungen in den Wettbewerb, der aus der Dressur, dem Vormustern, der Theorie und dem abschließenden Springen besteht. „Es wird sicher wieder spannend. Aber zum Kreis der Favoriten zähle ich uns eher nicht“, sagt Reitlehrerin Angelika Geßmann. Zumal noch eins der vorgesehenen Pferde angeschlagen und damit sein Einsatz fraglich ist.

Wettkampf um die Jugendstandarte der Stadt Münster

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  • 2019 auf Platz zwei – und nun? Der RV Roxel um Reitlehrerin Karin Richter (M.) geht vorsichtig optimistisch in den Wettkampf um die Jugend-Standarte der Stadt Münster.

    Foto: Thomas M. Weber
  • Daumen hoch: RV Appelhülsen

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  • Auf einer Linie: RV Albersloh

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  • Bereit für große Taten: RV Gustav Rau Westbevern

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  • Mit Spaß an der Freud’: RV Greven

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  • Ein perfektes Team: RV Havixbeck-Hohenholte

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  • Blick zurück in die Zukunft: RV Handorf-Sudmühle

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  • Gemeinsam stark: RV Nienberge-Schonebeck

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  • Der Titelverteidiger: RV St. Georg Saerbeck

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  • In der Ruhe liegt die Kraft: RV St. Hubertus Wolbeck

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  • Kleine ganz groß? Das Pony-Team des RV St. Georg Saerbeck

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Von der Papierform her ist sicher der Titelverteidiger aus Saerbeck wieder ein Anwärter auf den Sieg. Mit Nele Albers, Julina Liebrecht und Kira Hartken absolvierten drei Viertel des Erfolgsteams von 2019 die Vorbereitung, ebenso war Antonia Beekmans – sie wurde im Januar wie auch Liebrecht mit Saerbeck Zweite beim Standarten-Wettkampf – dabei. Ein schlagkräftiges Team, das nicht alleine den Club vertreten wird. Saer­beck schickt noch ein reines Pony-Team in die vier Teilprüfungen.

Der Vorjahressieger ist einer von vier Vereinen, der zwei Mannschaften schickt und damit das Starterfeld auf 14 erhöht. Eine Zahl, die unter der aus den vergangenen Auflagen liegt. Auch weil etwa Albachten, Amelsbüren, Hiltrup oder Bösensell fehlen. „Das ist schade. Aber es ist halt immer mal so, dass es ein kleines Loch gibt, wenn die Älteren herausgewachsen und die Kleineren noch nicht so weit sind“, sagt Britta Krebbing, Jugendwartin des Reiterverbands Münster.

Wer sich aus diesem Feld durchsetzt, entscheidet sich Sonntag ab 14.15 Uhr im Springen. 350 Euro Siegprämie, ausgelobt von dieser Zeitung, gibt es neben den Gratisglücksgefühlen. Doch auch an den Letztplatzierten wird beim Wettkampf um die Jugend-Standarte gedacht: Diese Zeitung lobt für das Schlusslicht den Motivationspreis aus, der dem Letzten ein Trainingswochenende mit einem namhaften Reiter beschert.

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