Fußball: Westfalenliga
Schultes später Treffer lässt TuS Hiltrup gegen Victoria Clarholz jubeln

Münster -

Der TuS Hiltrup hat die Tabellenführung abgegeben. Im Duell mit Victoria Clarholz kamen die Schützlinge von Trainer Christian Hebbeler nicht über ein 2:2 hinaus. Und selbst das war etwas glücklich aber nicht unverdient, weil der TuS bereits mit 0:2 zurückgelegen hatte.

Sonntag, 16.02.2020, 19:28 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 22:04 Uhr
Symptomatisch fürs Ergebnis: Auch dieses Duell zwischen Hiltrups Nils Johannknecht (rechts) und Jannes Kohlmeyer von Victoria Clarholz fand keinen Sieger.
Symptomatisch fürs Ergebnis: Auch dieses Duell zwischen Hiltrups Nils Johannknecht (rechts) und Jannes Kohlmeyer von Victoria Clarholz fand keinen Sieger. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Punktgewinn der emotionalen Sorte! Frederik Schulte rettet den TuS Hiltrup in letzter Sekunde vor der drohenden Niederlage gegen Victoria Clarholz und wahrt dadurch die Aufstiegschancen der Hiltruper. Das Spitzenspiel der Westfalenliga endete unentschieden 2:2 (0:2).

Ein Sturm zog auf gegen den TuS Hiltrup, der vor dem ersten Spiel der Rückrunde von ganz oben winkte. Kompaktheit besonders in der Defensive hatte Hiltrups Trainer Christian Hebbeler gefordert. Doch davon war zu Beginn der Partie nur wenig zu sehen. Victorias Kapitän Carsten Strickmann kam bereits nach drei Minuten frei zum Kopfball. Eine erste Warnung, die TuS-Keeper Romain Böcker noch parieren konnte. Wenige Minuten später war er machtlos, als Jan Grunwald ungehindert in den Strafraum flanken durfte und Jannes Kohlmeyer ohne Gegenwehr zur Führung einköpfte (5.). Bitter für den TuS, der quasi im Gegenzug durch Luca de Angelis nur den Pfosten traf (7.). Nach einer intensiven Anfangsphase wurde es ruhiger am Osttor. Hiltrup war spielerisch überlegen, vor dem gegnerischen Gehäuse allerdings zu harmlos. Michael Fromme und Nils Johannknecht scheiterten abwechselnd am starken Gäste-Torwart Marius Weeke (26.). Ein Freistoß von Steffen Menke verfehlte den linken Torwinkel nur knapp (39.). Die beste Defensive der Liga kam noch nicht zwingend ins Wackeln, stattdessen wurden Konter aufgefahren: Wieder einmal kam ein Flankenball auf den zweiten Pfosten und Eugen Dreichel schloss gekonnt zur 2:0-Pausenführung ab (42.). „In der ersten Halbzeit haben wir dumme Fehler gemacht und nicht konsequent genug verteidigt“, ordnete Hebbeler die schwache Ausbeute vor der Pause ein.

Der zweite Durchgang startete ähnlich. Hiltrup war besser, konnte gefährliche Situationen aber nicht nutzen. Johannknecht traf das Leder nicht richtig (50.), Daniel Mladenovic verpasste den richtigen Abspielzeitpunkt (70.). Aufgeben war jedoch keine Option und so verwertete Kevin Herbermann eine Flanke von Steffen Menke zum Anschlusstreffer (86.). Die Schlussphase spielte sich ausschließlich im Strafraum der Gäste ab. Die Hiltruper drangen jetzt unermüdlich auf den Ausgleich. Mladenovic bekam einen zweiten Ball auf Höhe des Strafraums und fand Schulte am ersten Pfosten, der den Ball per Direktabnahme ins kurze Eck versenkte. Kurios: Wenige Sekunden zuvor war Kohlmeyer mit einem Mitspieler zusammengestoßen und im Strafraum liegen geblieben. Eine Spielunterbrechung seitens des Schiedsrichters wäre wohl die richtige Entscheidung gewesen. „Der Schiedsrichter konnte in dieser Situation nur verlieren. Hätte er das Spiel unterbrochen, wären wir unserer letzten Chance beraubt worden“, konstatierte Böcker die Situation. Sein Trainer sah das ähnlich: „Das 2:2 ist etwas glücklich, aber dennoch verdient. Wir hatten besonders in der zweiten Halbzeit einen klaren Chancenüberschuss. Der Punktgewinn heute ist emotional sehr wertvoll für uns.“

Hiltrup:Böcker – Schulte, Herbermann, Beyer, Mladenovic – Massmann – Fromme (64. Hammami), Blesz (81. Kleine-Wilke), Menke, Johannknecht – de Angelis

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