Tennis: Offene Stadtmeisterschaften
Walder und Mätschke gewinnen beim THC

Münster -

Jim Walder und Lisa Mätschke hießen die Triumphatoren bei den Offenen Stadtmeisterschaften von Münster. In der Halle des THC Münster gab es interessante Endspiele zu verzeichnen, aber auch gute Ergebnisse mehrerer Lokalmatadoren.

Sonntag, 23.02.2020, 19:34 Uhr aktualisiert: 24.02.2020, 13:20 Uhr
Ohne Satzverlust zum Turniersieg: Jim Walder bezwang bei den Offenen Stadtmeisterschaften im Finale Alexander Mannapov
Ohne Satzverlust zum Turniersieg: Jim Walder bezwang bei den Offenen Stadtmeisterschaften im Finale Alexander Mannapov Foto: Peter Leßmann

Ein Endspiel zweier top-gesetzter Spieler, dazu ein Finale mit einer Menge Redebedarf. Die 40. Offenen Stadtmeisterschaften beim THC Münster sind am Sonntag mit ganz unterschiedlichen Schlussakten zu Ende gegangen. Bei den Herren nahm Jim Walder, Zweitliga-Spieler des TC Iserlohn und Mitglied des WTV-Teams, nach dem 6:3, 6:4 gegen Alexander Mannapov (TuS Ickern) den Pokal aus den Händen von Turnierleiter Lutz Rethfeld entgegen. Bei den Damen hatte sich zuvor Lisa Mättschke (GW Aachen) gegen die erst 13-jährige Russin Naira Gevorkian (TuS Sennelager) mit 7:6, 6:3 behauptet. Bemerkenswert: Bei dem nationalen Ranglistenturnier (2000 Euro Preisgeld) waren in den beiden Konkurrenzen unter den acht Halbfinalisten drei Münsteraner.

Einer davon war Florian Bruch (THC), der beim 1:6, 6:4, 11:9-Auftaktsieg gegen Lambert Ruland (BW Soest) noch seine liebe Mühe hatte. Doch dann steigerte sich die deutsche Nummer 268 und schaltete den 20 Plätze höher notierten Luca Matteo Sobbe (Ickern) mit 6:4, 6:1 aus. Gegen Mannapov aber war dann Schluss, mit 3:6, 3:6 verlor Bruch – und kam damit auf das gleiche Ergebnis wie Carlo Bückmann (1. TC Hiltrup) gegen Mannapov in der Runde zuvor.

Der zweite Halbfinalist aus Münster kam ebenfalls von THC und hieß Anders Chernin. Etwas überraschend spielte sich der Rechtshänder weit nach vorne, nach dem 6:4, 6:4 gegen den an Position drei gesetzten Marc Majdandzic (BW Halle) bezwang er in der Runde der letzten acht dann Björn Berg (GW Paderborn) mit 6:4, 6:4. Das Stoppschild setzte schließlich der top-gesetzte Turniersieger Walder, der beim 7:5, 7:5 mehr Mühe als erwartet hatte – dann aber im „hochklassigen Finale“ (Rethfeld) dank zweier Breaks souverän den 2018er-Sieger Mannapov in die Schranken verwies. „Es ist schön, dass sich die Münsteraner so gut geschlagen haben. Es zeigt, dass die Stadtmeisterschaften in Münsters Turnierlandschaft passen“, sagte Rethfeld, der zufrieden mit den vier Tagen am Dingbängerweg war.

Bei den Damen sorgte Nele Niermann für das beste münsterische Ergebnis. Der Youngster des TC Union hatte sich durch zwei problemlose Siege ins Viertelfinale gespielt, in dem sie die an Position vier gelistete Charlotta Buß (TuB Bocholt) mit 6:4, 6:2 ausschaltete. Erst Gevorkian beendete dann mit dem 6:2, 6:3 das Turnier der 14-Jährigen, verpasste aber später den Titel. Mättschke, die ohne Satzverlust blieb und auf dem Weg ins Endspiel im Achtelfinale Leandra Nizetic (Union) 6:2, 6:3 bezwungen hatte, gewann ein emotionales Finale mit 7:6, 6:4. Immer wieder kam es zu Diskussionen, allzu oft sah Gevorkian die Bälle anders als der überwiegende Rest. Als Folge musste Rethfeld als Schiedsrichter das Endspiel leiten, das unter dem Strich die frisch gebackene A-Trainerin Mätschke verdient gewann.

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