Handball: Verbandsliga Frauen
Kinderhauser Siegeszug mit Leidenschaft hält auch gegen Bommern an

Münster -

Das Thema Meisterschaft spart Florian Ostendorf weiter aus. Sechs Spieltage vor Schluss hat Westfalia Kinderhaus sich aber in eine Form gespielt, die Platz eins bedeutet und Aussicht auf mehr gibt. Gegen den TuS Bommern gab es ein 33:17-Schützenfest zu Hause.

Sonntag, 01.03.2020, 14:20 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 16:29 Uhr
Rechtshänderin Ana Ludusan kam auf drei Treffer gegen Bommern.
Rechtshänderin Ana Ludusan kam auf drei Treffer gegen Bommern. Foto: Jörg Riemenschneider

Mag ja abgedroschen klingen. Aber in der Frauen-Verbandsliga kann in der Tat jeder jeden schlagen. Für Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus gilt jedoch im Moment: Dieses Team kann sich nur selbst besiegen. Nämlich dann, wenn es nicht mit der nötigen Spannung und Leidenschaft in eine Partie geht.

Zu dumm für die Konkurrenz, dass die Truppe von Coach Florian Ostendorf genau dieses Manko nicht an den Tag legt. Im Gegenteil. Leidtragende waren am frühen Samstagabend die Mädels des TuS Bommern, die bereits nach zehn Minuten jegliche Hoffnung auf etwas Zählbares ad acta legen durften. Für sie konnte es fortan nur noch um Schadensbegrenzung gehen, der 2:8-Rückstand verhieß wahrlich nichts Gutes. Immerhin retteten sie sich noch mit einem 7:14 in die Pause, aber das war es auch schon. Denn im zweiten Abschnitt geriet das Team aus dem Wittener Stadtteil gehörig unter die Räder. Das 33:17 für Kinderhaus sagt eigentlich alles.

„Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Das haben wir uns vorgenommen und dem Gegner von Anfang an gezeigt. Es war auch wichtig, dass wir in dieser Einstellung nie nachgelassen haben.“ Für Ostendorf war das ein entspanntes Coachen, er konnte allen reichlich Spielanteile gönnen, ohne dass der Kantersieg in Gefahr geriet.

Es fällt immer mehr auf, dass sich die Westfalia-Frauen in erster Linie auf eine sehr konsequente Abwehrarbeit verständigt haben. Mit der nötigen Aggressivität, ohne unfair zu agieren. Das alles unter dem Motto: „Spiele werden im Angriff gewonnen, Meisterschaften in der Abwehr.“ Sie wissen zu gut, dass sie immer in der Lage sind, die nötigen Tore zu erzielen. Und wenn der „Laden“ hinten erst mal dicht ist, dann macht das Angreifen doppelt Spaß.

„Bärenstark“ fand Ostendorf das Abwehrverhalten seiner Westfalia-Damen und möchte das auch in Zukunft so sehen. „Wir dürfen uns jetzt nicht darauf verlassen, dass das immer so weitergeht. Wir müssen nach wie vor hart arbeiten, um erfolgreich zu sein.“ Von der Meisterschaft spricht er nicht. Es ist das Denken von Spiel zu Spiel, das der Trainer da praktiziert. Auch wenn er selber ganz genau weiß, dass dieser Spruch auch schon ziemlich abgedroschen ist.Tore:Klapdor (7/2), Schwarz (6/2), Pohlkötter (5), Glage (4), Ludusan, Ruschhaupt (je 3), Enders (2), Plett, Bolze, Lumme (je 1)

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