Fußball: Oberliga
Touray dreht das wilde Spiel – Preußen II siegt bei Westfalia Herne

Münster -

Das war nichts für feinfühlende Seelen. Beim 4:3-Erfolg in Herne meldete sich die Reserve des SC Preußen Münster zweimal nach einem Rückstand bärenstark zurück, siegte nach 90 Minuten mit 4:3 bei der Westfalia. Trainer Sören Weinfurtner war zufrieden.

Sonntag, 01.03.2020, 19:10 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:21 Uhr
Zweifellos der Mann des Tages: Ousman Touray erzielte drei Tore beim Preußen-Sieg in Herne.
Zweifellos der Mann des Tages: Ousman Touray erzielte drei Tore beim Preußen-Sieg in Herne. Foto: fotoideen.com

Für Zartbesaitete sind Auswärtsspiele am Schloss Strünkede nichts. Wer sie aber erfolgreich übersteht, trotz aller Nickeligkeiten auf und vor allem neben dem Platz, der hat sich die Zertifizierung „Oberliga-Reife“ allemal verdient. So wie Preußen Münster II. Der Neuling gewann bei Westfalia Herne mit 4:3 (2:1). Trainer Sören Weinfurtner war entzückt. Nicht ob der Umstände dort, sondern ob der Abgeklärtheit seiner Jungs. „Ich fühle mich sehr, sehr stolz. Hier zweimal nach Rückständen zurückzukommen – das ist stark. Wir haben uns nicht beeindrucken lassen. Die Tore sind zudem in den richtigen Momenten gefallen.“

Wie vom Gastgeber geplant und gewollt, ging es im wilden Ritt durch die 90 Minuten. So sieht der Stil eben aus. Früh führte Herne nach einem Konter durch Darius Stawski (3.). Münster aber blieb gelassen, überspielte die Pressinglinie geschickt und kam nach einem Einwurf von Lukas Frenkert zum Ausgleich durch Ousman Touray (21.). Sekunden später hätte er fast sogar nachgelegt (22.). Das tat Erhan Duyar, der eine Vorlage von Julius Hölscher überlegt zum 2:1 abschloss (24.). Kurz vor dem Wechsel hatten wieder Touray (42.) und Frenkert (44.) weitere gute Gelegenheiten für den SCP. Alles im Griff also?

Nein. Westfalia eröffnete Durchgang zwei mit einem Kopfball an die Latte durch Suat Bas (49.). Duyar besaß auf der Gegenseite eine Chance (50.), ehe sich die Münsteraner durch Bas ebenfalls ein Tor nach einem Einwurf fingen (51.). Aleksandar Jesic wendete das Blatt sogar wieder komplett zugunsten der Hausherren (66.). Doch durch den Treffer zum 3:2 und die Reaktionen darauf sah sich der Aufsteiger möglicherweise erst recht gekitzelt. Also schritt Touray zur Tat und schwang sich zum Mann des Spiels auf. Erst setzte er sich mit einer Einzelaktion auf engstem Raum durch und glich umgehend aus (67.). Dann nahm er ein Anspiel von Nicolai Remberg auf und erzielte das Siegtor (71.). In der Folge hatten die Adler bei zahlreichen Kontern noch beste Möglichkeiten, doch auch mit einem 4:3 ließ sich wunderbar leben.SCP:Prinz – Woitaschek, Rüschenschmidt, Klauke – Duyar (85. Lackmann), Klann, Burchardt, Frenkert – Remberg (88. Özmen), Hölscher (66. Wald) – Touray (90.+3 Ibraim)

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