Fußball: Landesliga
Westfalia Kinderhaus meldet sich gegen Altenberge zurück

Münster -

So ganz rund läuft es bei Westfalia Kinderhaus noch nicht, aber jetzt hat der Landesliga-Spitzenreiter immerhin die ersten Punkte im Jahr 2020 eingefahren: Gegen den TuS Altenberge erarbeitete sich der Klassenprimus einen letztlich verdienten 2:1-Erfolg.

Sonntag, 01.03.2020, 19:40 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:20 Uhr
Doppel, Elfmeter- und Siegtorschütze Corvin Behrens nach vollbrachter Arbeit
Doppel, Elfmeter- und Siegtorschütze Corvin Behrens nach vollbrachter Arbeit Foto: Peter Leßmann

Der Landesliga-Spitzenreiter machte das Dutzend an Dreiern voll, aber bis zum 2:1 (0:1) vor 250 Zuschauern über den TuS Altenberge nahm Westfalia Kinderhaus einen langen Anlauf auf Kunstrasen. „Jetzt sind wir drin in der Rückrunde“, sagte Trainer Marcel Pielage zufrieden, nachdem er nach dem 1:2 in Heiden Einstellungsmängel kritisiert hatte.

Den Willen dokumentierten jetzt alle ganz schnell, aber zunächst mangelte es an Qualität und Sicherheit im Zusammenspiel. Auch wenn der TuS eher nach unten als nach oben blickt, dürfte die anfangs mutige Gangart niemanden in Münster wirklich überraschet haben n. Bis auf eine Volleyabnahme von Corvin Behrens gelang Kinderhaus offensiv nichts – die Westfalia erlaubte sich aber defensiv Patzer: Nach einem Abstimmungsfehler preschte Keeper Tim Siegemeyer voreilig bis an die 16-Meterlinie. Dennis Behn hatte mitgedacht und schob zur TuS-Führung ein (14.).

Finn Liebert muss verletzt raus

Gedanklich neu einstellen musste sich die Westfalia nach dem Verletzungs-Aus von Linksverteidiger Finn Liebert (24.), den der schnelle Youngster Jürgen Venikh ersetzte. Allerdings spielt der rechts, weshalb Simon Winter die Abwehrseite wechselte. Über Außen zog Kinderhaus auch vor, aber die nahe am Mann stehenden Altenberger um Abwehrchef Felix Kemper ließen kaum etwas zu. Mit Gerrit Brinkmann, Jan-David Volmering und dem Ex-Kinderhauser Luca Jungfermann spielten alle drei Winter-Zugänge.

Der aus Rheine geholt Nils Hönicke kam für Kinderhaus nach der Pause – weil sich Venikh am Sprunggelenk verletzt hatte. Jetzt rückte Janik Bohnen auf die defensive Außenposition. Und Hönicke, 171-facher Ober- und Regionalligaspieler, brachte vor der von Leon Niehues konsequent dirigierten Abwehr die Portion Aggressivität rein, die Westfalia brauchte in diesem sehr fair geführten Duell.

Corvin Behrens erster Streich

Mit einem herrlichen langen Ball überspielte Marcel Lütke Lengerich die TuS-Kette komplett, Behrens nahm das Zuspiel auf und traf cool (53.). Das zeigte Wirkung. Altenberge baute mehr und mehr ab und ließ das Kinderhauser Tempo zur Geltung kommen. Bohnens Flanke nahm Leon Schwarzer zu drucklos per Kopf ab (61.). Siegemeyer einmal gegen den anstürmenden Malte Greshake. Mehr zu bieten hatte Kinderhaus, aber nach Hönickes Pfostentreffer vergab Schwarzer den „Rebound-Treffer“ (76.).

Corvin Behrens regelt es vom Punkt

Der für ihn eingewechselte Rui Guimares kam dann gegen TuS-Kapitän Henrik Wilpsbäumer zu Fall – der Elfmeterpfiff folgte zum Verdruss der Gäste. Die Sanktion war in der Tat eine umstrittene. Behrens traf souverän vom Punkt (79.). Mit etwas mehr Glück hätte der Torjäger nachlegen, mit etwas mehr Glück hätte Altenberge auch einen Elfmeter bekommen können.

„Anfangs war eine gewissen Verunsicherung drin“, sagte Pielage. „Es wurde immer besser, wir haben trotz der Umbauten in der Abwehr nie den Faden verloren und dem Gegner kaum noch Möglichkeiten gelassen.“Westfalia:Siegemeyer – Winter, Lütke Lengerich, Niehues, Hollenhorst, Liebert (24. Venikh/46. Hönicke) – Rensing, Schöneberg – Behrens, Bohnen – Schwarzer (76. Guimares)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7304825?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker