Fußball: Tribünengespräch
Der 1. FC Gievenbeck sucht den Schützen ohne Nerven

Münster -

Wer ihn hat, ist gut dran. Die Rede ist vom sicheren Elfmeterschützen. Der 1. FC Gievenbeck ist seit Monaten auf der Suche nach einem zuverlässigen Vollstrecker. Zuletzt wagte sich auch Nico Eschhaus an den „Punkt“. Es wurde ein Duell der Torhüter, das der FCG-Keeper verlor.

Montag, 02.03.2020, 17:16 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 21:38 Uhr
So entschlossen hätte er auch besser vom Elfmeterpunkt abgezogen: Torhüter Nico Eschhaus, der beim 1:3 in Spexard einen Strafstoß vergab und damit die FCG-Fehlschussserie fortsetzte.
So entschlossen hätte er auch besser vom Elfmeterpunkt abgezogen: Torhüter Nico Eschhaus, der beim 1:3 in Spexard einen Strafstoß vergab und damit die FCG-Fehlschussserie fortsetzte. Foto: fotoideen.com

Elf Meter sind keine Entfernung. Bei freier Sicht und zentraler Schussposition die perfekte Ausgangslage. Fertig machen zum Jubeln also? Nicht beim 1. FC Gievenbeck. Zum wiederholten Mal ließ der Westfalenligist einen Strafstoß ungenutzt. Dass sich mit Nico Eschhaus nun schon der Torhüter versuchte, lässt auf fehlende Kandidaten schließen. Und auf große Not. „Wir haben alles ausgereizt. Aber jeder der antrat, hat auch verschossen“, zuckt Benjamin Heeke mit den Schultern.

Der letzte treffsichere Schütze war Tristan Niemann. Am dritten Spieltag und beim SuS Neuenkirchen sorgte er für die 1:0-Führung – vom Punkt. Beim SV Spexard am Sonntag saß er zum Zeitpunkt des Elfmeterpfiffs noch auf der FCG-Bank. Immerhin befindet er sich seit zwei Wochen wieder im Training und ist ein Kandidat für die Startelf – und damit Hoffnungsträger beim nächsten Elfmeterpfiff.

Denn sowohl beim Liba-Cup als auch im Kreispokal-Achtelfinale in Freckenhorst scheiterten einige. So wie in der Rückrunde der Vorsaison, als sich nicht nur Nils Heubrock, Maximilian Franke und Christian Keil vergeblich versuchten. Immerhin: Für das letzte Oberliga-Tor des späteren Absteigers sorgte Konstantin Rieger am 26. Mai 2019. Aus elf Metern. Inzwischen mischt er aber nicht mehr mit.

So war das nicht geplant. Aber ich bin kläglich gescheitert.

Nico Eschhaus, der beim 1:3 des FCG in Spexard einen Strafstoß vergab

Nun ließ sich Eschhaus als zweitältester Akteur in die Pflicht nehmen. „Mut hat er ja. Und er hat im Vorfeld ja auch immer wieder nach Fehlschüssen gelästert“, so Heeke. In der Realität angekommen und mit der Verantwortung belastet, unterlief dem Keeper aber ein schwerwiegender Fehler für einen Strafstoßschützen. Unmittelbar vor der Ausführung entschied er sich um. Eschhaus schoss den Ball nach rechts und nicht wie vorgesehen links von Torhüter Yannick Ellguth. Der gewann das Duell. „So war das nicht geplant. Aber ich bin kläglich gescheitert. Er hat mich verladen“, ärgerte sich der Keeper. Dass er antrat, war beschlossene Sache. „Es stand ja kaum einer auf dem Feld, der schon mal einen Elfer verwandelt hat. Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal eine Ecke nehmen“, so der 28-Jährige, der sich mit Keil schon im Vorfeld für den Fall des Pfiffs verständigt hatte, den Schützen unter sich auszumachen. Der Kollege winkte dann ab.

Wir hätten drei Tore machen müssen.

Marco Müller, Trainer von Concordia Albachten, nach seinem missglückten Bezirksliga-Einstand

Abhaken musste Marco Müller sein erstes Bezirksliga-Spiel für Concordia Albachten. Der neue Coach ärgere sich nach seinem Einstand über das 0:1 des Neulings beim VfL Wolbeck. „Wir waren als Mannschaft klar besser. Dabei hatten wir sechs Chancen, der Gegner nicht eine. Aber einen Glücksschuss. Wir hätten drei Tore machen müssen“, klagte der 42-Jährige, der in seinem eingewechselten Vorgänger und nun Co-Trainer Jens Truckenbrod „den besten Mann“ sah. Mit nunmehr 40 Lenzen. Der Wille seiner Elf macht Müller immerhin Mut. Auch wenn er zu bedenken gibt: „Es werden immer weniger Spiele. Jetzt sind es noch zehn.“

Keine Ampelkarte für Yannick Bauer

 

Die Partie vom Borussia Münster bei Emsdetten 05 erlebte Yannick Bauer bis zum Abpfiff in der Coachingzone. Die vermeldete Ampelkarte an die Adresse des Gäste-Trainers war ein Irrtum. Erwischt hatte es René Aguiar. Der „Co“ hatte sich zu lange über eine Schiri-Entscheidung beschwert.

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