Volleyball: Frauen-Bundesliga
Die begehrte Libera – bleibt Linda Bock beim USC Münster?

Münster -

Sie hat einen sensationellen Karrieresprung hingelegt. Binnen weniger Monate schaffte es Linda Bock nach ihrem Wechsel aus der 2. Liga zur Stammkraft beim USC Münster. Sogar für die Nationalmannschaft debütierte die 19-Jährige – im Sommer läuft ihr Vertrag aus. Die Unabhängigen würden sie gerne halten.

Dienstag, 03.03.2020, 16:10 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 10:18 Uhr
Bodenakrobatin: Linda Bock ist Abwehr- und Annahme-Spezialistin beim USC. Münster würde den auslaufenden Vertrag mit ihr gern verlängern. Doch die Konkurrenz ist wachsam.
Bodenakrobatin: Linda Bock ist Abwehr- und Annahme-Spezialistin beim USC. Münster würde den auslaufenden Vertrag mit ihr gern verlängern. Doch die Konkurrenz ist wachsam. Foto: imago-images

Als Linda Bock im Sommer 2018 als gerade 18-Jährige vom Zweitligisten Skurios Volleys Borken zum USC Münster und damit in die Erste Liga wechselte, wird sie selbst nicht geahnt haben, welche Leistungssprünge ihr in kürzester Zeit gelingen sollten. Tatsächlich ging den Unabhängigen damals ein Rohdiamant ins Netz, schon ein Jahr später debütierte die Libera in der Nationalmannschaft. EM-Teilnahme, Olympia-Qualifikation – Bocks Aufstieg verlief rasend schnell. Der USC freute sich mit seinem Schützling. Und jetzt?

Der Vertrag der Spielerin läuft zum Ende der aktuellen Saison aus. Es ist kein Geheimnis, dass der Club die Annahme- und Abwehr-Spezialistin gern halten möchte. Und dies nicht nur für ein weiteres Jahr. „Wir denken an zwei, sind in Gesprächen und natürlich auch bereit, die Bezüge aufzubessern“, sagt USC-Präsident Martin Gesigora.

Die Qualitäten Bocks haben aber auch bei der Konkurrenz Eindruck hinterlassen. Begehrlichkeiten sind geweckt, es wird um die Gunst der nun 19-Jährigen gebaggert, Potsdam soll schon vor einiger Zeit den Finger gehoben haben. Bock bestätigt Anfragen aus der Bundesliga. Sie führe auch Gespräche, sagt sie. Mehr verrät sie nicht. Nur das noch: „Entschieden ist nichts.“

Der USC muss sich anstrengen, wenn er die Nationalspielerin nicht verlieren will. Die junge Frau hat klare Ziele und setzt konsequent auf die Karte Volleyball. Parallel dazu sei für sie eventuell ein Fernstudium vorstellbar. „Aber das kann auch noch warten. Zurzeit wüsste ich ja nicht einmal in welchem Fach. Jetzt gilt meine Konzentration dem Sport.“

Linda Bock möchte im Volleyball weiter vorankommen. Auf absehbare Zeit sieht sie ihr Zuhause in der Bundesliga. Das Ausland ist noch keine Option. „Später vielleicht“, erklärt sie. „Irgendwann in den nächsten Wochen“ will Bock Klarheit in eigener Sache schaffen. „Es eilt nicht, ich habe mir ja keine Frist gesetzt und höre mir alles in Ruhe an.“ Eine Tendenz mag die Spielerin nicht abgeben. „Es ist alles offen. Ich weiß wirklich noch nicht, was wird.“

Demzufolge hat Münster zumindest Chancen auf den Verbleib der jungen Libera. Club-Boss Gesigora wirbt bei ihr auch mit Standort-Vorzügen außerhalb des Spielfeldes. „Der USC hat ein außerordentlich gutes Umfeld“, sagt er. Und mit der Neubesetzung der sportlichen Leitung im Verein werde man auch ein Zeichen setzen. Axel Büring, der bisherige Sportchef, verändert sich nach Emlichheim.

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